WM 2026 verpasst – Diese Italien-Stars schafften es nie an eine WM
Auch die WM 2026 findet ohne Italien statt. Diverse Spieler, die auf ihrer Position zu den Weltbesten gehören, müssen weiter auf ihr WM-Debüt warten.

Das Wichtigste in Kürze
- Italien verliert den Playoff-Final in Bosnien und Herzegowina und verpasst die WM 2026.
- Zum dritten Mal in Serie fehlt der vierfache Weltmeister – Top-Stars sind betroffen.
- Donnarumma, Barella & Co. müssen weiter warten. Jorginho wird ohne WM-Teilnahme bleiben.
Einmal mehr enden die WM-Playoffs für Italien mit einem Debakel. Gegen Bosnien und Herzegowina gehen die Azzurri in Führung, verlieren letztlich aber im Penaltyschiessen. Damit ist klar: An der WM 2026 wird die Fussball-Grossmacht erneut fehlen.

Vom Nationalteam bringen nur Gattuso, Bonucci und Buffon noch WM-Erfahrung mit – sie alle gehören mittlerweile jedoch zum Trainer- bzw. Betreuerstab. Die Spieler auf dem Platz haben nie eine WM erlebt. Dabei wird es erstmal bleiben.
Während beispielsweise Erling Haaland (nach zwei Quali-Siegen gegen Italien) mit Norwegen zur WM 2026 fährt, bleiben diese Stars zuhause:
Gianluigi Donnarumma

Gross war in Italien die Erleichterung, dass auf Legende Buffon nahtlos der nächste Weltklasse-Goalie folgte. Bereits 2016 debütierte Donnarumma als 17-Jähriger für die Squadra Azzurra.
Seine Entwicklung verlief wie erhofft: Bei der AC Milan, Paris Saint-Germain und mittlerweile bei Manchester City war er stets Stammtorhüter. Nicht erst seit dem Champions-League-Triumph 2024/25 gehört er zu den allerbesten Goalies der Welt.
Auch im Nationalteam überzeugt der Europameister von 2021 mit starken Zahlen: In 81 Länderspielen kassierte er nur 76 Gegentore. Gegen Bosnien und Herzegowina zeigte er zuletzt erneut mehrere Weltklasse-Paraden. Trotzdem muss der 27-Jährige weiter auf seine erste WM-Teilnahme warten.
Nicolo Barella

Bei Inter Mailand ist Barella weit mehr als nur ein Mittelfeldspieler: Er ist Dauerläufer, Taktgeber und emotionaler Leader zugleich. Seit Jahren gehört der unermüdliche Sardinier zu den wichtigsten Figuren im Inter-Spiel.
In diesem Jahr steuert der Champions-League-Finalist vom Vorjahr auf seinen dritten italienischen Meistertitel zu. Er überzeugt mit Konstanz, Spielintelligenz und unermüdlichem Einsatz. Kaum ein Spieler verkörpert den modernen Box-to-Box-Mittelfeldspieler so sehr wie Barella.
Auch in der Nationalmannschaft ist der Europameister von 2021 längst eine Fixgrösse im Zentrum. Doch auch von seinen 70 Länderspielen (10 Tore) war keines an einer WM. In vier Jahren bietet sich dem 29-Jährigen dazu wohl die letzte Chance.
Jorginho

Jorginho ist Brasilien geboren, aber im italienischen Fussball grossgeworden. Die Entscheidung für die Squadra Azzurra fiel, als ihn Antonio Conte 2016 erstmals berief. Es folgten 57 Länderspiele.
Als Taktgeber im zentralen Mittelfeld zog er beim EM-Triumph 2021 die Fäden. Einen knappen Monat davor hatte er mit Chelsea die Champions League gewonnen. Jorginho wurde Europas Fussballer des Jahres und landete beim Ballon d'or auf Platz 3.
Mittlerweile spielt der 33-Jährige bei Flamengo in Brasilien und wurde zuletzt nicht mehr ins Nationalteam berufen. Jetzt ist klar: Der Italiener, der im Land des WM-Rekordsiegers geboren wurde, wird nie an einer Weltmeisterschaft teilnehmen.
Sandro Tonali

Mit einem geschätzten Marktwert von 80 Millionen Euro ist Sandro Tonali derzeit der nominell wertvollste Italiener. Das bittere bei ihm: Den EM-Triumph 2021 verpasste er mit einer Sperre, auch 2024 fehlte er.
Das heisst: Keines seiner 32 Länderspiele absolvierte Tonali an einem Grossanlass. Trotzdem etablierte sich der Newcastle-Mittelfeldspieler in den letzten Jahren als Führungsspieler in der Squadra Azzurra.
Im ersten Playoff-Spiel gegen Nordirland brillierte er mit Tor und Vorlage. Gegen Bosnien und Herzegowina konnte aber auch er die Schmach nicht abwenden. Immerhin: Im Alter von 25 Jahren kann Tonali noch hoffen, den WM-Fluch in vier Jahren zu brechen.
Alessandro Bastoni

Inter Mailand stellte in den letzten Jahren regelmässig die stärkste Defensive Europas. Einen wichtigen Anteil daran hat Alessandro Bastoni. Der 26-Jährige hat für Inter schon 293 Spiele bestritten und steht vor dem Gewinn seines dritten Scudetto.
Beim EM-Sieg 2021 war er hinter Chiellini und Bonucci noch Ersatz. Seit deren Rücktritt ist Bastoni aber zum unumstrittenen Abwehrchef in der Nationalmannschaft aufgestiegen. Doch ausgerechnet er leistet sich gegen die Bosnier eine Notbremse.
Seine Rote Karte markierte den Ursprung des neuerlichen Playoff-Debakels. Damit zerstört nicht nur Bastonis Traum, bei der WM 2026 endlich mitzuspielen.












