Berühmtes Fussbodenmosaik des Doms von Siena wird freigelegt

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Italien,

In der Kathedrale von Siena wird das berühmte Fussbodenmosaik des Doms erneut freigelegt. Anlass ist das von Papst Leo XIV. ausgerufene Franziskus-Jahr mit dem der 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi begangen wird.

Kathedrale
In der Kathedrale von Siena wird das berühmte Fussbodenmosaik des Doms erneut freigelegt. - keystone

Der Boden der Kathedrale von Siena gilt als eines der bedeutendsten Bodenkunstwerke der italienischen Kunstgeschichte und ist normalerweise zum Schutz vor Abnutzung abgedeckt. Er besteht aus über 50 Bildtafeln mit biblischen, allegorischen und historischen Szenen. Zudem sollen Besucher Werke von Künstlern wie Nicola und Giovanni Pisano, Donatello, Michelangelo und Gian Lorenzo Bernini sehen können.

Die aussergewöhnliche Öffnung des Marmorbodens der Kathedrale ist für die Zeiträume vom 27. Juni bis 31. Juli sowie vom 18. August bis 15. November vorgesehen, wie das Erzbistum Siena miteilte.

Das Kulturprogramm 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi steht unter dem Titel «Il Sommo Bene» («Das höchste Gut») und greift ein Zitat aus dem Gebet des Heiligen auf.

Für die Zeit nach der Öffnung planen die beteiligten Institutionen zudem einen internationalen Wettbewerb für zeitgenössische Kunst. Dieser soll sich künstlerisch mit dem Bodenmosaik des Doms und dem kulturellen Erbe der Kathedrale auseinandersetzen.

Die Kathedrale von Siena gilt als ein Meisterwerk der italienischen Gotik. Sie befindet sich im historischen Zentrum von Siena in der Toskana und wurde im 13. und 14. Jahrhundert erbaut, mit späteren Erweiterungen, die nie vollständig abgeschlossen wurden.

Besonders auffällig ist die markante Fassade aus weissem und grün-schwarzem Marmor, die der Kirche ein Streifenmuster verleiht. Dieses charakteristische Design setzt sich im Inneren fort. Besonders berühmt ist die Piccolomini-Bibliothek, die mit Fresken von Pinturicchio reich ausgeschmückt ist.

Die Kathedrale gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und bildet zusammen mit dem angrenzenden Baptisterium und dem Museo dell'Opera Metropolitana ein einzigartiges Ensemble mittelalterlicher und Renaissance-Kunst.

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