Nachhaltigkeit: Mit diesen Tipps vermeiden Sie künftig Food Waste
Food Waste lässt sich mit einfachen Tipps deutlich reduzieren. Wer bewusster einkauft, richtig lagert und kreativ kocht, spart Geld und schützt die Umwelt.

Das Wichtigste in Kürze
- Bewusster Einkauf, richtige Lagerung und kreative Resteverwertung senken Food Waste.
- Wer Routinen anpasst, spart Geld und schützt gleichzeitig die Umwelt.
- Verschenken Sie übrig gebliebenes Essen an Freunde, Verwandte oder Nachbarn.
Lebensmittelverschwendung, auch Food Waste genannt, ist ein Thema, das uns alle betrifft. Viele Produkte landen im Abfall, obwohl sie noch geniessbar wären. Dabei beginnt Food Waste oft im Alltag, etwa beim Einkauf, bei der Lagerung oder beim Kochen. Wir können an unserem Einkaufs- und Konsumverhalten etwas verändern.
Warum Food Waste ein ernstes Problem ist
Auch in der Schweiz entsteht viel Food Waste. Wie das Bundesamt für Umwelt in einer Analyse von 2023 zeigt, entstehen rund 2,8 Millionen Tonnen vermeidbare Lebensmittelverschwendung pro Jahr. Diese belastet auch die Umwelt, weil Ressourcen wie Wasser, Energie und Fläche unötig genutzt werden.
Nachhaltigkeit: Bewusster einkaufen und besser planen
Wir können Food Waste relativ einfach verhindern oder zumindestens reduzieren. Es beginnt bereits beim Einkauf. Wer ohne Planung einkauft, neigt dazu, zu viele Lebensmittel mitzunehmen.
Wer kennt es nicht: wir gehen hungrig einkaufen und kaufen viel zu viel ein. Am Ende landet es im Müll. Eine Einkaufsliste kann helfen, Lebensmittel gezielt einzukaufen. Wenn es dann doch passiert, dass wir zu viel einkaufen, können wir diese Sachen verschenken.

Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum, sondern gibt lediglich an, wie lange ein Produkt seine optimale Qualität behält.
Viele Lebensmittel sind auch danach noch problemlos essbar, sofern sie richtig gelagert wurden. Wenn Sie sich unsicher sind: öffnen, dran riechen, probieren. In der Regel sind die Lebensmittel noch mehrere Tage oder sogar Wochen verzehrbar.
Nachhaltigkeit: Richtig lagern und länger haltbar machen
Auch die Lagerung von Lebensmitteln hat einen grossen Einfluss auf deren Haltbarkeit. Unterschiedliche Produkte benötigen diverse Bedingungen, um möglichst lange frisch zu bleiben. Gemüse und Früchte sollten beispielsweise oft getrennt gelagert werden, da gewisse Sorten Reifegase abgeben.

Die Temperatur im Kühlschrank ist zudem entscheidend, damit die Lebensmittel nicht zu schnell verderben. Eine optimale Einstellung liegt bei etwa fünf Grad Celsius, wobei verschiedene Zonen unterschiedlich genutzt werden sollten. Milchprodukte gehören eher nach oben, während Fleisch und Fisch im kälteren unteren Bereich aufbewahrt werden.
Wer Lebensmittel einfriert, kann deren Haltbarkeit und damit auch ihre Nachhaltigkeit deutlich verlängern. Dabei lohnt es sich, Portionen sinnvoll einzuteilen und zu beschriften. Hierfür eignen sich kleine Beutel, die wiederverschliessbar sind. So behalten Sie den Überblick und vermeiden, dass eingefrorene Produkte vergessen werden.
Kreativ kochen statt wegwerfen
Was ganz einfach geht, ist, dass wir angefallene Reste nicht sofort wegwerfen. Viele Lebensmittel lassen sich problemlos weiterverarbeiten, wenn sie nicht mehr ganz frisch wirken.
Aus übrig gebliebenem Gemüse entstehen Suppen oder Eintöpfe. Aus altem Brot kann man wundervoll Chips oder Croutons verarbeiten.

Kreativität in der Küche hilft dabei, Lebensmittel vollständig zu nutzen. Auch das sogenannte «Leaf-to-root»-Prinzip gewinnt an Bedeutung, bei dem möglichst alle Teile eines Produkts verwendet werden. So lassen sich etwa Karottengrün oder Brokkolistrünke sinnvoll verwerten. Hierfür gibt es zahlreiche Rezepte im Internet, um diese Reste nicht wegwerfen zu müssen.
Wie die Universität Zürich in einer Studie von 2024 beschreibt, beeinflussen Gewohnheiten im Alltag massgeblich den Umgang mit Lebensmitteln. Haushalte, die bewusst planen und flexibel kochen, reduzieren ihre Abfälle deutlich im Vergleich zu weniger strukturierten Haushalten.
Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Alltag stärken
Neben praktischen Tipps spielt auch die eigene Haltung eine entscheidende Rolle. Wer den Wert von Lebensmitteln erkennt, geht automatisch sorgfältiger damit um. Dazu gehört auch, kleinere Portionen zu kochen und bei Bedarf nachzunehmen, anstatt von Anfang an zu viel zuzubereiten.

Auch das Teilen von Lebensmitteln kann eine sinnvolle Lösung sein. Plattformen oder Initiativen ermöglichen es, überschüssige Produkte weiterzugeben, statt sie zu entsorgen. In vielen Städten der Schweiz gibt es entsprechende Angebote, die aktiv genutzt werden können.
Sie haben etwa eine Suppe, die nur noch wenige Tage haltbar ist, möchten diese aber nicht selber essen? Dann geben Sie diese in eine entsprechende Plattform ein und schon holt sie ein interessierter Food-Retter ab.
Kleine Schritte mit grosser Wirkung bei Nachhaltigkeit
Food Waste lässt sich nicht innerhalb eines Tages vollständig vermeiden, doch jeder Schritt zählt. Wer Einkauf, Lagerung und Zubereitung bewusst gestaltet, kann einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.
Gleichzeitig profitieren auch Haushalt und Umwelt von diesem Verhalten. Wer zu viel kauft, sollte Lebensmittel verschenken. Freunde, Bekannte oder sogar Nachbarn nehmen diese meist gerne ab.















