WM 2026: Probleme mit Rasen – Deutsche fliegen Greenkeeper ein
Vor der WM 2026 gibt die Rasenqualität in den USA zu reden. «Richtig anstrengend», schimpft Leroy Sané. Deutschlands «Rasenflüsterer» soll das Problem beheben.

Das Wichtigste in Kürze
- Das DFB-Team beschwert sich über den Rasen auf dem Trainingsplatz in Winston-Salem (USA).
- Experte Lothar Matthäus erklärt: «Der Platz wurde nicht richtig bewässert.»
- Die Deutschen haben ihren «Rasenflüsterer» mitgebracht, um die Bedingungen zu verbessern.
Nur noch ein Tag bis zum Start der WM 2026. Entsprechend laufen die Vorbereitungen der Teams auf Hochtouren. Mit den Trainingsbedingungen sind aber nicht alle zufrieden: Die Deutschen beklagen sich über den Rasen in ihrem WM-Quartier in Winston-Salem.

«Wow, der Rasen ist so stumpf. Das ist richtig anstrengend», sagte Leroy Sané gemäss «Sky» nach der ersten Trainingseinheit. Ex-Spieler Lothar Matthäus, der als Experte vor Ort ist, erklärt: «Der Platz wurde nicht richtig bewässert, durch die Hitze ist der Rasen extrem trocken.»
Deutsche haben eigenen Greenkeeper mitgebracht
Wegen fehlender Bewässerungsanlagen in North Carolina werde der Rasen so «stumpf», so Matthäus. Ein richtiges Kombinationsspiel sei so fast nicht möglich.
Doch die Deutschen haben vorgesorgt: Ein eigener Greenkeeper ist mit dem Team zur WM 2026 gereist.

Sebastian Breuing kümmert sich normalerweise in Deutschland um die DFB-Plätze. Jetzt ist er in Winston-Salem und soll den Amerikanern dabei helfen, den perfekten Fussballrasen zu präparieren.
«Rasenflüsterer» soll an WM 2026 für Top-Bedingungen sorgen
Fussball ist in den USA weiterhin eher eine Randsportart. In vielen WM-Stadien wird sonst vor allem American Football gespielt, wo härtere Rasenflächen bevorzugt werden. Viel Arbeit also für den «Rasenflüsterer» des Deutschen Fussball-Bunds.
Breuing war ursprünglich Landschaftsgärtner, bildete sich 2005 aber zum Greenkeeper weiter. Vor zehn Jahren wurde er zum Sportplatzprüfer. Nach Stationen in Bochum und Bremen ist er seit 2022 beim DFB. Dort hat er nun den Sprung an die WM 2026 geschafft.
Mit Breuings Hilfe soll das Grün in Winston-Salem dem deutschen Standard bald wieder entsprechen. Nur: Ist das in den Stadien bei den WM-Spielen auch so?
Harry Kane beklagte sich nach dem England-Testspiel gegen Neuseeland (1:0) in Tampa: «Der Platz war nicht gut. Es war hart für uns, so zu spielen, wie wir das eigentlich wollen.»
Das Rasen-Thema dürfte uns an der WM 2026 also noch länger begleiten. Das war an der Europameisterschaft 2024 in Deutschland nicht anders. Damals war es die Schweizer Nati, die sich über den Trainingsplatz in Stuttgart beschwerte.


















