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Trump zu Medien: «Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite»

Keystone-SDA
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USA,

US-Präsident Donald Trump sorgt beim Presse-Galaabend mit scharfer Medienschelte und provokanten Aussagen für Aufsehen.

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US-Präsident Donald Trump beim Gala-Dinner der Hauptstadtpresse in Washington. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Donald Trump verspottet beim Gala-Dinner Medien als von ihm abhängig und droht mit ihrem Ende.
  • Trump sagte, die Medien würden ohne ihn weniger Aufmerksamkeit bekommen.
  • Die Veranstaltung fand unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen und Ehrungen statt.

US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Rede beim traditionellen Gala-Dinner der Hauptstadtpresse vor allem auf Medienschelte gesetzt.

Der Republikaner liess zwar punktuell Anerkennung für die Arbeit der Presse erkennen. Warf den Medien aber zugleich das Verbreiten von «Fake News» vor, also Falschberichterstattung.

Zudem meinte er, Medienunternehmen profitierten von ihm. In einem Hotel in Washington sagte er vor den versammelten Journalistinnen und Journalisten: «Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite.» Das Geschäftsmodell der US-Medien sei dann am Ende.

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US-Präsident Donald Trump sorgte mit seinen Aussagen für Wirbel. - keystone

Es gebe dann niemanden mehr, über den sich zu berichten lohne, meinte Trump weiter. «Niemand interessiert sich für irgendjemand anderen.» Die Presse habe keine Ahnung, wie viel Glück sie mit ihm habe, weil er Schlagzeilen produziere, argumentierte Trump. Ihm lägen die Medien sehr am Herzen, schob er nach.

«Feinde des Volkes»

Trump ist für seine oft beissende Kritik an den US-Medien bekannt. Wiederholt hat er sich auch mit Klagen gegen ihm unliebsame Berichterstattung gewehrt. Er bezeichnet die Medien auch gerne als «Feinde des Volkes».

Trump schweifte in seiner Rede immer wieder ab. Er lobte dabei sich selbst und die Arbeit seines Kabinetts und sprang zwischen Themen hin und her.

Er sprach etwa lange über den von ihm geplanten Ballsaal am Weissen Haus. Und zeigte sich begeistert von den im Juni zu seinem 80. Geburtstag veranstalteten martialischen Käfigkämpfen. Dazwischen platzierte er, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe.

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Trump teilte beim Gala-Dinner kräftig gegen die Medien aus. - keystone

Trump zog sich auch eine rote Kappe auf, auf der «Trump 2028» stand. Der Republikaner kokettiert immer wieder damit, dass er ermutigt werde, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Dies ist aber gemäss US-Verfassung nicht möglich. Er bewertete auch das Aussehen von Journalistinnen im Saal.

Der Gala-Abend unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen war ein Nachholtermin: Vor einem Vierteljahr konnte Trump seine Rede bei der Gala wegen eines Schussvorfalls nicht halten. Ein bewaffneter Mann hatte eine Sicherheitsschleuse gestürmt.

Schüsse fielen

Dieser erreichte zwar den Ballsaal mit Trump nicht, es fielen jedoch Schüsse. Ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde getroffen. Trump und andere Ehrengäste wurden von Personenschützern in Sicherheit gebracht. Das Dinner, das in einem anderen Hotel der Hauptstadt stattfand, wurde abgebrochen.

Damals nahm Trump zum ersten Mal in der Funktion als US-Präsident an dem Gala-Dinner teil. Zuvor hatte er das Event der White House Correspondents' Association als Präsident stets boykottiert.

Einmal jährlich richtet die Organisation der Journalisten, die in Washington über die Politik der US-Regierung berichten, ein Gala-Dinner aus. Bei diesem sind Vertreter des Weissen Hauses und auch andere Prominente zu Gast. Die Journalisten-Vereinigung der im Weissen Haus akkreditierten Korrespondenten veranstaltet den Festabend seit mehr als 100 Jahren.

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Donald Trump veröffentlichte ein Foto des Schützen, der unter anderem als Lehrer tätig war. - Weisses Haus

Für die Gala galten nun verstärkte Sicherheitsvorkehrungen. Das machte sich an mehreren Stellen wie etwa bei den Einlasskontrollen bemerkbar, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur vom Veranstaltungsort berichtete.

Statt einer Papiereintrittskarte wie beim letzten Mal mussten die Journalistinnen und Journalisten zusätzlich zu ihrem Ausweis einen personalisierten QR-Code vorzeigen. Vor und in dem Hotel waren zudem mehr Polizisten zu sehen.

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Um in den Ballsaal zu kommen, in dem das Dinner stattfand, mussten die Gäste auch wieder durch eine Sicherheitsschleuse mit Metalldetektoren, wie man sie auch vom Flughafen kennt.

Schütze vor Gericht

Inzwischen ist der mutmassliche Täter unter anderem wegen versuchter Ermordung des Präsidenten angeklagt. Ihm wird auch vorgeworfen, einen Bundesbeamten mit einer tödlichen Waffe angegriffen zu haben. Vor Gericht wies der Angeklagte im Mai über seinen Verteidiger die Schuld von sich.

Bei dem Nachholtermin des Gala-Dinners wurde neben Journalistinnen und Journalisten auch der Sicherheitsbeamte geehrt, der im April angeschossen worden war. Sein entschlossenes Handeln habe dazu beigetragen, den Angreifer davon abzuhalten, weiter vorzudringen. Dies hiess es bereits vorab von der scheidenden Vorsitzenden der Journalistenvereinigung, Weijia Jiang.

Kommentare

User #1196 (nicht angemeldet)

Da hat er teilweise Recht. Ganz USA ist danach pleite.

User #5497 (nicht angemeldet)

klar weil er alles genommen hat

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