WM 2026: Journalisten streiten sich an PK – Marokko-Star staunt
Der Donnerstag steht an der WM 2026 ganz klar im Zeichen des ersten Viertelfinals. Ab 22 Uhr duellieren sich Frankreich und Marokko.

Nach dem Ruhetag vom Mittwoch geht es an der WM 2026 nun endgültig um die Wurst. Am Donnerstag steht der erste Viertelfinal an. Frankreich trifft in Boston auf Marokko.

Das Spiel vom Donnerstag
22 Uhr, Boston: Frankreich – Marokko
Der Donnerstag im Tages-Ticker
Da staunt Brahim Díaz nicht schlecht.
Der Marokko-Star gibt an der Pressekonferenz am Vortag des Viertelfinal-Duells gegen Frankreich Auskunft – wird aber plötzlich unterbrochen. Zwei Journalisten streiten sich im Medienraum lautstark und wollen zunächst nicht aufhören.
🤯‼️Interrumpen la rueda de prensa de BRAHIM DÍAZ por una PELEA
— Diario SPORT (@sport) July 9, 2026
La cara del jugador de Marruecos lo dice todo 😳 pic.twitter.com/oaWCqEePCh
Grund scheint eine Ohrfeige zu sein, die der eine abgekriegt haben soll. «Warum schlagen Sie mich?», ist auf einem Video zu hören.
Die beiden Streithähne werden schliesslich von einem Fifa-Volunteer beruhigt. Díaz, der zunächst verblüfft in den Raum blickte, kann sich ein Lachen nicht verkneifen.
In einem Brief an die Fussball-Verbände in Europa stellen sich mehrere EU-Abgeordnete gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino. Der Brief fordert die europäischen Verbände dazu auf, sich für eine Untersuchung gegen Infantino stark zu machen.

Die EU-Abgeordneten fordern eine Untersuchung der Vorgänge rund um die Aufhebung der Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun. Die FIFA solle in einer internen Ermittlung aufklären, ob sich Infantino auf Geheiss von US-Präsident Trump in das Balogun-Verfahren eingemischt habe.
Balogun war nach einer Roten Karte im Sechzehntelfinal für den Achtelfinal gegen Belgien gesperrt worden – zum Ärger von Trump: Der US-Supremo warb in einem Anruf bei Infantino für eine Aufhebung der Sperre. Tatsächlich durfte Balogun bei der 1:4-Niederlage auflaufen.

In den Augen des dänischen EU-Abgeordneten Niels Fuglsang deutet das auf eine illegitime politische Einmischung hin. «Es ist eine rote Linie überschritten worden. Fussball sollte nicht als Plattform für politische Gefallend ienen. Wenn der FIFA-Präsident die Grenzen zwischen Sport und Politik verwischt, gefährdet das die Integrität des Spiels.»
Norwegens Nationalteam muss vor dem Viertelfinal-Duell mit England in ein anderes Hotel umziehen. Am Montagnachmittag (Ortszeit) hatten die Norweger ihr Quartier in Fort Lauderdale nahe Miami bezogen. Einen Tag später siedelte das Team gemäss «NRK» aber wieder um.

Für den Auszug aus dem «The Dalmar» gab es gemäss Delegations-Chef Truls Daehli gleich mehrere Gründe. «Es gab einige Dinge an unserer ursprünglichen Unterkunft, die wir uns anders gewünscht hätten. Wir haben uns schliesslich entschlossen, etwas zu unternehmen», so Daehli.
Gemäss «NRK» hätten die Zimmer der Spieler etwa stark nach Rauch gerochen oder seien sogar von Schimmel befallen gewesen. Auch seien die Räumlichkeiten schlecht gereinigt gewesen. Und die Spieler hätten über starke Lärmbelastung durch eine grosse Baustelle direkt vor dem Hotel geklagt.

In Absprache mit der FIFA, die für die Unterbringung der Teams die Kosten und Logistik stemmt, erfolgte deshalb der Umzug. Für die Preisdifferenz – das neue Hotel ist teurer – kommt der norwegische Verband selbst auf.
Heute wird die Runde der besten acht Teams lanciert. Den Auftakt mit den Viertelfinals an der WM 2026 machen Frankreich und Marokko.
Es kommt damit zur Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022. Damals setzten sich die Franzosen dank Toren von Hernandez und Kolo Muani mit 2:0 durch.

Die Marokkaner wollen also Revanche. Am diesjährigen Turnier sind Hakimi & Co. noch unbesiegt. Zuletzt resultierte ein klarer 3:0-Sieg gegen Kanada im Achtelfinal.
Auf der anderen Seite kommt Frankreich immer besser in Fahrt. Aus fünf Spielen holten «Les Bleus» fünf Siege. Zudem haben sie mit Kylian Mbappé den zweitbesten Torschützen des Turniers in ihren Reihen.
Wer sichert sich das erste Halbfinal-Ticket? Anpfiff in Boston ist um 22 Uhr Schweizer Zeit.

















