WM 2026: Diesen WM-Gegner wünschen wir uns für die Nati
Zwei von drei Gruppengegnern der Schweizer Nati sind für die WM 2026 bekannt. Wer wird Nummer drei? Die Nau.ch-Sportredaktion ist sich nicht einig.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Nati trifft an der WM 2026 auf Kanada, Katar und ein drittes Team.
- Aus den Playoffs kommen Italien, Bosnien-Herzegowina, Wales oder Nordirland in Frage.
Heute starten die Playoffs für die letzten Plätze an der WM 2026. Das betrifft auch die Schweizer Nati, denn: Einer aus dem Quartett Italien, Bosnien-Herzegowina, Wales und Nordirland wird die Gruppe B komplettieren.

Wen wünschen wir uns also neben Kanada und Katar als Gruppengegner? Auf der Nau.ch-Sportredaktion ist man sich nicht einig.
Christoph Böhlen, Sportchef
«Murat Yakin und seine Nati dürfen sich nicht über fehlendes Losglück beklagen: Mit Co-Gastgeber Kanada und Katar wird die Schweizer Nati an der WM 2026 auf machbare Gegner treffen. Und das ist aus meiner Sicht nicht ungefährlich.

Denn: Man braucht einen hohen Rhythmus, um möglichst lange in diesem Mega-Turnier dabei zu sein. Die Nati muss gefordert werden – und das wird sie, bei allem Respekt, gegen die beiden Gruppengegner kaum.
Darum wünsche ich mir Italien als dritten Gegner in der Gruppenphase. Nach dem Pflicht-Auftakt gegen Katar würden im zweiten Spiel die Azzurri warten. Ein Kracher gegen eine grosse Fussballnation. Auch wenn die Italiener diesen Nachweis an Weltmeisterschaften seit dem Titel 2006 zuletzt schuldig geblieben sind.
Aber gegen Italien muss (und wird) die Schweizer Nati schon früh im Turnier richtig gefordert sein. Und kann gleich mal ein starkes Signal an die Konkurrenz senden.

Denn: Seit der 0:3-Niederlage an der EM 2020 hat die Schweiz dreimal in Serie nicht mehr gegen die Azzurri verloren. Auf zwei Remis in der WM-Quali 2022 folgte der überragende 2:0-Sieg an der letzten EM.
Das wäre auch an der WM 2026 möglich – und würde das Turnier aus Nati-Sicht so richtig lancieren.»

Simon Huber, Sportredaktor
«Die WM 2014 ist bislang das einzige Grossturnier, bei dem Bosnien-Herzegowina dabei war. Damals mit an Bord: Ein 28-jähriger Edin Dzeko.
Heute ist der Hüne 40 Jahre alt und weiterhin die grosse Hoffnung der Bosnier. Und das zu Recht! Seit diesem Winter spielt der Stürmer bei Schalke 04 und sorgt dort für Spektakel.

In acht Partien erzielte Dzeko sechs Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. In der 2. Bundesliga führt er mit Schalke aktuell die Tabelle an und könnte im Sommer aufsteigen.
Auch im Nationalteam sehen die Vorzeichen für eine WM-Quali nicht schlecht aus. Mit Ex-YB-Junior Haris Tabakovic hat Dzeko einen torgefährlichen Sturmpartner. Der Solothurner sammelte für Gladbach in der Bundesliga in dieser Saison bereits elf Tore.
Nur zwei Tore weniger schoss Ermedin Demirovic für den VfB Stuttgart. Auch er geht gemeinsam mit Dzeko für Bosnien-Herzegowina auf Torjagd.

Mit YB-Mittelfeldspieler Armin Gigovic und Ex-Schalker Sead Kolasinac befinden sich noch weitere namhafte Spieler im Kader der Bosnier.
Es wäre Edin Dzeko und Bosnien-Herzegowina zu gönnen, wenn sie sich erstmals seit 2014 wieder für eine Endrunde qualifizieren würden. Zudem wäre es für die Schweizer Nati sicher das etwas einfachere Los als Italien.»

Mathias Kainz, Sportredaktor
«Lassen wir mal die Kirche im Dorf: Natürlich hat Italien die besten Karten auf das WM-Ticket. Und wenn es aus irgendeinem Grund nicht die Azzurri sind, dann ist Bosnien sicherlich ein starker Tipp.
Aber mein Fussball-Herz wünscht sich als Nati-Gegner in der Gruppenphase die Waliser. Schon alleine, weil es da ein paar interessante Parallelen zur Schweizer Nati gibt.

Gut, die Schweiz ist dreimal so bevölkerungsstark wie Wales. Aber im grossen WM-Gesamtbild sind beide Länder unter den kleineren Nationen. Und trotzdem bringen beide Länder einige absolute Weltklasse-Spieler hervor.
Und beide Nationalteams sind klassische ‹Legionärs-Mannschaften›: Kaum ein Nationalspieler ist in der heimischen Liga aktiv, Der Grossteil verdient sein Geld im Ausland. Bei den Walisern sind es 18 Profis, bei der Schweizer Nati derzeit gar 23.

Der grösste Faktor für mich sind aber die Fans. Was würden die Waliser an der WM 2026 für eine Stimmung mitbringen! Es wäre die reine Feierlaune, weil Dabeisein für diese Nation schon ein Erfolg wäre.
Und wir wollen den sportlichen Aspekt nicht ausser Acht lassen: Wales wäre für die Schweizer Nati definitiv ein schlagbarer Gegner als Italien oder auch Bosnien. Und das schadet an einer WM-Endrunde nie.»













