Lerchenfelds Rückschlag ist Esperias Erlösung
Auf dem Murifeld duellierten sich am Samstag zwei grundverschiedene Teams: Esperia, das mitten im Abstiegskampf steckt, empfing Spitzenreiter Lerchenfeld.

Es sind die Punkte 21, 22 und 23. Im grossen Jubeltrubel von Esperia wird die mögliche Vorentscheidung im Rennen um den Klassenerhalt gefeiert.
«Wir sind wieder als Mannschaft auf dem Platz», meint Goalgetter Dardan Mehmeti nach dem Spiel. Sein 14. Saisontor verhilft seinem Team zum 2:1-Sieg.
Der Start ins Spiel gelingt Esperia wunschgemäss. Linksverteidiger Yoël Tschan ist dabei der überragende Mann des Spiels. Seine Eckbälle kommen oft messerscharf in die Mitte und sind das Mittel zu den beiden Toren.
Schon in der 6. Minute bringt er eine Flanke auf den zweiten Pfosten, und Kapitän Chukwuemeka Nnodim muss nur noch den Fuss hinhalten – 1:0. Esperia ist das bessere Team in der Startphase, vor allem über Standards sind die Gastgeber gefährlich. So führt das Heimteam schon in der 14. Minute mit 2:0.
Yoël Tschans nächste starke Flanke kommt perfekt auf den Kopf von Dardan Mehmeti, und der köpft per Aufsetzer zu seinem 14. Saisontor ein, wie eingangs erwähnt.
Ein Sieg der Defensive
Die von Mehmeti angesprochen mannschaftliche Geschlossenheit zeigt sich in der Folge deutlich: Esperia verteidigt die Führung leidenschaftlich.
Lerchenfeld, das zuletzt 19 Punkte aus sieben Spielen holte, findet in der ersten Halbzeit keine Antwort. Stattdessen ist es Mehmeti selbst, der in der 27. Minute eine Topchance hat.
AUFSTELLUNGEN
Esperia Bern: Berger – Iljazi, Nnodim (72. Maras), Marzino, Tschan – Manca, Gharbi – Pajaziti, Shero (68. Nwafor), Pereira (90+4. Fornino) – Mehmeti (72. Francis)
FC Lerchenfeld: Läderach – Halimi, Lekaj (46. Neuhaus), Rieder, Jakob (66. T. Santschi) – Puric (66. Schwab), Maurer, L. Santschi, Lulaj (77. Rama) – Emurli, Dulla
Tore: 1:0 Nnodim (6., Vorlage Tschan), 2:0 Mehmeti (14., Vorlage Tschan), 2:1 Lulaj (76., L. Santschi)
Besondere Vorkommnisse:
Schüsse: 8:11
Schüsse auf’s Tor: 6:5
Fouls: 12:17
Er lupft den Ball geschickt über den Gegenspieler, doch aus gut zehn Metern ballert er den Ball über das Tor. Nach der Pause kommt Lerchenfeld mit viel Schwung aus der Kabine. Man hat einige kleine Chancen und kontrolliert das Spiel.
Doch auch ein Lapsus des Esperia-Keepers, der einen Rückpass aufnimmt, kann Lerchenfeld nicht ausnutzen. Und Esperia kontert. Nach einer Stunde findet sich Flügel Dardan Pajaziti allein vor dem Tor wieder und schiesst.
Doch mit einer schönen Parade hält Lerchenfeld-Keeper Floris Läderach sein Team im Spiel. Richtig auf Touren kommt Lerchenfeld trotzdem nicht. So müssen die Gäste bis in die 76. Minute warten, bis sich wieder eine Chance ergibt.
Luca Santschi lupft eine Flanke in den Sechzehner, und Arb Lulaj köpft den Ball mit Wucht ins Eck. Nur noch 2:1 führt Esperia, und für die Schlussviertelstunde ist zittern angesagt. Doch Esperia kann sich oft Entlastung verschaffen, da vor allem Anayo Nwafor als Joker viel Schwung in die Partie bringt.

So endet ein umkämpftes Spiel mit 2:1. Grosse Erleichterung bei Esperia, das nach einer Saison mit mehreren Trainerwechseln und einigen Aufs und Abs wahrscheinlich (bei nun sechs Punkten Vorsprung) vor dem Klassenerhalt steht.
Bei Gegner Lerchenfeld überwiegt die Enttäuschung. Der Grund – die erste Hälfte. Nach einem starken Start ins Spiel mit zwei Schüssen in den ersten zwei Minuten lässt man sich gleich zweimal von Standards erwischen.

«Wir haben die erste Halbzeit verpennt», meint Lerchenfeld-Kapitän Luca Santschi deswegen nach dem Match. So fällt sein Team auf Rang 2. Doch das Ziel bleibt klar: der Aufstieg.












