WM 2026: Bosnier werfen Italien Spionage vor
Vor dem entscheidenden Playoff-Duell um die Quali zur WM 2026 zwischen Bosnien und Italien sorgt ein vermeintlicher Spionage-Fall für Aufregung.

Das Wichtigste in Kürze
- Rund um den Playoff-Showdown zwischen Bosnien und Italien gibt es Spionage-Vorwürfe.
- Ein Mann in Militär-Jacke wurde am Trainingsgelände der bosnischen Nati gesichtet.
- Italien winkt ab, es sei ein Soldat, der in der Region stationiert sei.
Heisser Tanz in Zenica! Zwischen Bosnien und Italien (20.45 Uhr) geht es um alles oder nichts. Der Verlierer ist raus, der Gewinner spielt an der WM 2026 gegen die Schweiz.
Nun heizen bosnische Medien das kapitale Playoff-Duell zusätzlich an.
Spionage-Vorwürfe vor Duell um WM 2026
Bilder aus Sarajevo sorgen für Wirbel. Dort bereitet sich die Nationalmannschaft um Sturm-Altmeister Edin Dzeko (40) auf das Italien-Spiel vor.
Das Gelände ist mit Stacheldraht eingezäunt. Auf den Fotos ist ein Mann zu sehen, der sich in Militäruniform dem Trainingsgelände genähert haben soll. Der Mann bleibt am Zaun stehen, sein Smartphone in der Hand. Er soll gefilmt haben.

Nur die ersten 15 Minuten des Trainings waren für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Rest sollte eigentlich hinter verschlossener Tür stattfinden. Der Mann sei deutlich länger als eine Viertelstunde am Trainingsplatz verweilt.
Sofort kommen Spionage-Vorwürfe auf. Die lokale Presse beschuldigt Italien, Informationen sammeln zu wollen.
Ein Skandal vor dem Duell um die WM 2026?
«Es war einfach ein italienischer Soldat»
Laut «Sportmediaset» ist alles halb so wild. Es handelt sich beim Mann nicht um einen Spion, sondern um einen italienischen Soldaten der EUFOR-Mission. Dessen Stützpunkt liegt in der Nähe des Trainingsgeländes.
Verbindungen zu Gennaro Gattuso (48) oder anderen Vertretern der «Squadra Azzurra» habe Der Mann nicht.

«Es war einfach ein italienischer Soldat, der sich wegen der Nähe zu seiner Basis dort aufhielt.» So zitiert der «Corriere dello Sport» Quellen aus Verteidigungskreisen. Er habe lediglich das Training von Dzeko und seinen Teamkollegen beobachtet.
Auch Schweizer Soldaten in Bosnien
EUFOR (European Union Force) sind die militärischen und zivilen Kräfte der Europäischen Union. Sie führen in Bosnien Friedensmissionen durch.
Auch die Schweiz ist mit 20 Armee-Angehörigen beteiligt. Im Jahr 2027 sollen zusätzliche zwölf Schweizer Soldaten eingesetzt werden, beschloss der Bundesrat zuletzt.
















