Türkischer Journalist wegen Musiala-Transfergerücht festgenommen

Ronny Reisch
Ronny Reisch

Türkei,

Ein türkischer Sportjournalist wurde verhaftet, weil er einen Transfer von Jamal Musiala zu Galatasaray angekündigt hatte. Offenbar eine Falschinformation.

Jamal Musiala
Ein Gerücht über Bayern-Youngster Jamal Musiala sorgte für eine Verhaftung. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Türkei gibt es seit 2022 ein Gesetz zur «Bekämpfung von Desinformation».
  • Basierend darauf wurde ein Sportjournalist für eine Falschmeldung festgenommen.
  • Er hatte behauptet, dass Bayerns Jamal Musiala vor der Unterschrift bei Galatasaray steht.

Es wäre ein absoluter Transfer-Hammer gewesen: Anfang Sommer wurde plötzlich von einem anstehenden Musiala-Wechsel berichtet. Bayern München Jamal Musiala stehe vor der Unterschrift bei Galatasaray Istanbul, hiess es aus der Türkei.

Jamal Musiala
Ein angeblicher Musiala-Wechsel zu Galatasaray wurde schnell dementiert. Das Gerücht rief aber die türkische Generalstaatsanwaltschaft auf den Plan. - Keystone

Der türkische Meister wies die Gerüchte öffentlich zurück und bezeichnete sie als «absolut unwahr». Journalist Burhan Can Terzi, der das Gerücht veröffentlichte, bekommt dafür sogar Ärger mit der Justiz.

Verfolgst du Fussball-Transfergerüchte jeweils?

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurde der Sportjournalist, der vornehmlich über Galatasaray schreibt, sogar verhaftet. «Öffentliche Verbreitung irreführender Informationen» werde ihm von der Generalstaatsanwaltschaft vorgeworfen.

Burhan Can Terzi
Burhan Can Terzi ist Journalist bei Sporcell Medya und berichtet häufig über Galatasaray Istanbul. - X / @burhancanterzii

Seit 2022 gibt es in der Türkei ein Gesetz zur «Bekämpfung von Desinformation». Gemäss der türkischen Nachrichtenagentur «Bianet» wurde dieses Gesetz aber noch nie zuvor im Zusammenhang mit Sportberichten zur Anwendung gebracht.

Und die möglichen Konsequenzen haben es in sich: Bei Falschinformationen drohen bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Dafür müsste die Falschmeldung aber absichtlich verbreitet worden sein, mit dem Motiv, Unruhe zu erzeugen.

Kommentare

User #5607 (nicht angemeldet)

In der Türkei kann man selbst wegen nem Furz verhaftet werden.

User #5615 (nicht angemeldet)

Gut so

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