Türkischer Fussball-Verband zieht 448 Funktionäre aus dem Verkehr!
Ein weitreichender Wettskandal erschüttert den türkischen Fussball: Insgesamt 448 Vereinsfunktionäre wurden an die Disziplinarkommission verwiesen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein weitreichender Wettskandal stürzt den türkischen Fussball tief ins Chaos.
- Mehr als 400 Vereinsfunktionäre sind an die Disziplinarkommission verwiesen worden.
- Schon am Dienstag wurden die Vorsitzenden der Schiedsrichter-Kommission verhaftet.
Der türkische Fussballverband TFF hat 448 Vereinsfunktionäre an seine Disziplinarkommission verwiesen. Hintergrund ist eine laufende Untersuchung zum Wettbetrug im türkischen Profifussball. Das teilte der Verband offiziell mit.

Unter den Betroffenen sind Vertreter der grössten Clubs des Landes. Dazu gehören der Präsident von Trabzonspor und der Vizepräsident von Besiktas. Auch mehrere aktuelle und frühere Funktionäre von Galatasaray sowie drei Ex-Vertreter von Fenerbahce stehen auf der Liste.
Schiedsrichter-Bosse am Dienstag verhaftet
Die Bekanntgabe folgte kurz nach einer Verhaftungswelle. Justizminister Akin Gürlek hatte am Dienstag die Festnahme des Vorsitzenden der Schiedsrichter-Kommission gemeldet. Auch dessen Stellvertreter und fünf weitere Personen wurden im Rahmen einer Korruptionsermittlung verhaftet.
Gürlek schrieb auf X von «Vorwürfen der Einmischung in die Erstellung der Schiedsrichterranglisten, die Einsätze, Bewertungs- und Ernennungsverfahren sowie Regelprüfungen». Ob die Fälle zusammenhängen, ist bislang unklar. Der TFF verwies in seiner Erklärung aber auf einen Skandal aus dem Vorjahr.
Damals hatte der Disziplinarausschuss 149 Schiedsrichter gesperrt. Ihnen wurde vorgeworfen, trotz Verbot auf Spiele gewettet zu haben. Die Sperren lagen zwischen acht und zwölf Monaten.

Eine Verbandsuntersuchung hatte gegen 571 Schiedsrichter der türkischen Profiligen ermittelt – 371 von ihnen besassen Sportwettenkonten, 152 platzierten aktiv Wetten. Darunter waren demnach auch 22 Schiedsrichter aus der ersten Liga.












