Fünf Bergmänner bei Mineneinsturz in der Türkei getötet
Beim Einsturz eines Bergwerks in der westtürkischen Stadt Soma sind fünf Bergmänner ums Leben gekommen. Wie der Energieminister Alparslan Bayraktar auf der Plattform X mitteilte, konnten von den insgesamt sieben verschütteten Menschen nur zwei lebend gerettet werden.

Nach dem Einsturz des Bergwerks am Donnerstag waren Rettungskräfte über Nacht im Einsatz, um die Verschütteten zu bergen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.
Neun Personen, darunter auch der Geschäftsführer des betreffenden Unternehmens, seien im Rahmen von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Soma festgenommen worden, so Anadolu. Es bestehe die Vermutung, dass sie für den Vorfall verantwortlich sind oder fahrlässig gehandelt haben. Zur Aufklärung der Unfallursache sei ein Expertenteam der Generaldirektion für Bergbau und Erdöl eingesetzt worden, erklärte Minister Bayraktar.
Soma war im Mai 2014 Schauplatz einer der tödlichsten Katastrophen in der Geschichte des türkischen Bergbaus. Damals wurde ein Grubenstollen von Flammen und Kohlenmonoxidgas erfasst, wobei 301 Bergleute ums Leben kamen. Der damalige Unfall löste Proteste gegen die Regierung und die Bergwerksbetreiber wegen unzureichender Sicherheitsmassnahmen aus.










