In der Debatte um WM-Gastgeber Katar sieht Nationalspieler Nico Schlotterbeck nicht zuerst die Fussballprofis in der Pflicht.
Nico Schlotterbeck (r) und Timo Werner beim DFB-Training.
Nico Schlotterbeck (r) und Timo Werner beim DFB-Training. - Sebastian Gollnow/dpa

«Wir Spieler können aus meiner Sicht ohnehin wenig beeinflussen, das ist in erster Linie eine Sache der Funktionäre und der Politik. Wir Sportler haben das Turnier nicht nach Katar vergeben», sagte der 22-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Aufgabe der Spieler sei es, bei der Weltmeisterschaft maximalen sportlichen Erfolg zu haben.

Die WM in Katar steht wegen der Menschenrechtslage und der Situation für ausländische Arbeiter stark in der Kritik. Die Regierung des Emirats weist die Vorwürfe weitgehend zurück.

Schlotterbeck sagte, die Situation im Gastgeberland sei nicht zufriedenstellend. «Ich wünsche mir, dass die WM zu einer weiteren Öffnung in Katar beitragen kann. Ich hoffe, dass jeder, der Bock auf die WM hat, auch vor Ort sein kann und wird», sagte der Abwehrspieler von Borussia Dortmund.

Der Fussball müsse für alle da sein und allen offen stehen. «Er steht für Vielfalt», sagte Schlotterbeck. Vertreter der LGBTIQ*-Community raten bislang von einer Reise nach Katar ab. Die englische Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Das Sternchen ist Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.

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