Rudi Völler kritisiert Argentiniens Spielweise bei WM 2026
Rudi Völler hat Argentiniens Spielweise bei der WM scharf kritisiert. «Das hat mit Fussball nichts zu tun», sagt der DFB-Sportdirektor.

Das Wichtigste in Kürze
- Rudi Völler kritisiert an einem Trainerkongress in Mainz Argentiniens Spielweise scharf.
- «Das hat mit Fussball nichts zu tun», sagt der DFB-Sportdirektor über das Messi-Team.
- Als Vorbilder fürs Verteidigen nennt Völler stattdessen Spanien und England.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler (66) hat beim Internationalen Trainer-Kongress der BDFL (Bund Deutscher Fussball-Lehrer) in Mainz deutliche Kritik an Vize-Weltmeister Argentinien geübt.
Gefragt, was sich bei der deutschen Nationalmannschaft verbessern müsse, forderte der Weltmeister von 1990 vor allem bessere Defensivarbeit – und nutzte die Gelegenheit, um mit der Argentinien-Euphorie ins Gericht zu gehen.
Völler störte sich daran, dass die Argentinier nach der WM vielerorts als Vorbild fürs Verteidigen galten. «Ich habe gesagt, dass wir als Deutschland besser verteidigen müssen. Da haben viele ja auch die Argentinier als Beispiel genommen. Das fand ich ein schlechtes Beispiel. Auf einmal waren die Argentinier das Mass aller Dinge. Die Diskussion fand ich ein bisschen scheinheilig», sagte er.
«Das hat mit Fussball nichts zu tun»
Noch deutlicher wurde Völler im Anschluss: «Ich möchte keine Mannschaft haben, die spielt wie Argentinien. Das hat mit Fussball nichts zu tun.» Für diese Aussage erhielt er im gut gefüllten Saal, in dem zahlreiche bekannte Trainer und weitere Persönlichkeiten aus dem deutschen Fussball sassen, spontanen Applaus.
Klarstellen wollte Völler dabei aber auch: Das Resultat der Argentinier anerkenne er durchaus. Die überschwängliche Anerkennung für deren aggressive und teils unsportliche Spielweise könne er hingegen nicht nachvollziehen. «Ja, sie sind Weltmeister und diesmal Vize-Weltmeister geworden. Aber dieses Lob habe ich bei vielen tatsächlich nicht verstanden», so Völler.

Als positive Gegenbeispiele nannte der DFB-Sportdirektor Spanien und England. Beide Teams hätten bei der WM gezeigt, wie sich erfolgreiches Verteidigen mit ansehnlichem Fussball verbinden lasse. «Spanien hat das Lob verdient, und auch die Engländer haben sehr gut verteidigt», sagte Völler.
















