Umfrage zeigt: Drei Viertel der Deutschen lehnen Merz als Kanzler ab
Eine Umfrage stellt dem aktuellen deutschen Bundeskanzler kein gutes Zeugnis aus. Demnach lehnen 78 Prozent der Deutschen Friedrich Merz als Bundeskanzler ab.

Das Wichtigste in Kürze
- Der deutsche Bundeskanzler geniesst keine grosse Beliebtheit bei der Bevölkerung.
- In einer Umfrage gaben 78 Prozent an, er sei nicht mehr geeignet als Bundeskanzler.
- Auch SPD-Co-Parteichef Lars Klingbeil erhält kein gutes Zeugnis.
«Dieses Wahlergebnis macht was mit uns, auch mit mir persönlich.» Das die Worte des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz nach dem AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt.
Anders als die AfD in Sachsen-Anhalt kann Merz nicht mehr auf grosse Unterstützung der Bevölkerung zählen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts «Insa» im Auftrag von «Bild».
Demnach sind 78 Prozent der Teilnehmenden der Meinung, dass Friedrich Merz nicht mehr der richtige Bundeskanzler ist. Nur 14 Prozent stehen noch hinter Merz, während 8 Prozent keine Angaben machen.
Dennoch, nach dem AfD-Wahlsieg zeigte sich Merz kämpferisch: «Aufgeben ist für mich keine Option.» Doch selbst bei Wählern seiner eigenen Partei ist Merz unbeliebt: Bei CDU- und CSU-Wählern sprachen sich 58 Prozent gegen ihn aus.
Auch SPD-Klingbeil kommt nicht gut weg
Ähnlich ergeht es SPD-Co-Parteichef Lars Klingbeil. Über die Hälfte der Befragten verneint die Frage, ob Klingbeil der richtige SPD-Parteivorsitzende sei. Besser geeignet wäre laut 34 Prozent der Befragten der aktuelle Verteidigungsminister Boris Pistorius.
Die Brandmauer zur AfD ist für viele unverständlich. Das Prinzip, wonach viele Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen, gilt bei 46 Prozent der Befragten als unzeitgemäss. 34 Prozent halten daran fest und 20 Prozent machten keine Angaben.
Gegenüber einem Parteiverbot der AfD sind die Deutschen gespalten. Die Umfrageergebnisse fallen diesbezüglich sehr ausgeglichen aus. Während sich 45 Prozent dagegen aussprechen, sind 42 Prozent dafür.
Das Institut Insa befragte am 10. und am 11. September 1003 Personen online. Die Umfrage ist repräsentativ bei einer Fehlertoleranz von +/- 3,1 Prozentpunkten.

















