Ronaldo wechselte 2021 beinahe zu Manchester City, doch Sir Alex Ferguson riet ihm davon ab. Im Interview greift der Portugiese auch Ex-Teamkollege Rooney an.
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Sir Alex Ferguson war ein wichtiger Mentor von Cristiano Ronaldo in jungen Jahren und bis heute eine wichtige Figur für den Portugiesen. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ronaldo wechselte nur wegen Sir Alex Ferguson nicht zu Manchester City.
  • Im Interview schiesst der Portugiese gegen Wayne Rooney und Ralf Rangnick.
  • Niemand habe verstanden, weshalb der Deutsche Trainer geworden sei.

Es war das Traum-Comeback: Nach zwölf Jahren kehrte Cristiano Ronaldo im Sommer 2021 zurück zu Manchester United. Doch ein Transfer zu einem anderen Team stand zuvor kurz vor dem Abschluss: zu Manchester City.

In der Interview-Serie mit Piers Morgan enthüllt der Portugiese, dass er beinahe zum grossen Rivalen von Manchester United gewechselt habe. Es sei sehr knapp gewesen, City-Trainer Pep Guardiola habe sich sehr um ihn bemüht. Der Wechsel sei dann aber an Sir Alex Ferguson, Ronaldos Trainer bei Manchester United sowie Mentor und Vaterfigur, gescheitert.

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Bei Manchester United läuft es Cristiano Ronaldo aktuell nicht. - Keystone

«Ich habe mit ihm gesprochen», erzählt Ronaldo. «Er hat mir gesagt, dass es für mich unmöglich sei, zu Manchester City zu wechseln.» Der Superstar habe mit «Okay, Boss» geantwortet. Sein Gefühl und seine Vergangenheit hätten neben Sir Alex Ferguson den Ausschlag gegeben: «Mein Herz hat im Moment der Entscheidung sehr laut gesprochen.»

Könnten Sie sich Cristiano Ronaldo bei Manchester City vorstellen?

Er habe mit gutem Gewissen eine gute Entscheidung getroffen, die er nicht bereue, sagt der 37-Jährige. Dennoch greift Ronaldo auch im zweiten Teil des Interviews den Club an: Er habe erwartet, dass sich seit seinem Abgang alles geändert habe. Als er aber angekommen sei, sei er negativ überrascht gewesen: «Nichts hat sich geändert, der Pool, der Jacuzzi, der Kraftraum, selbst Teile der Technologie.»

Er habe gewusst, dass Sir Alex Ferguson eine grosse Lücke hinterlassen habe. Die Struktur um den ehemaligen Trainer seien sehr wichtig gewesen. «Ich wusste, dass Manchester United nicht mehr das gleiche ist.»

Ronaldo: Rooney «wahrscheinlich eifersüchtig»

Der Portugiese kritisiert auch Ralf Rangnick, der Manchester United für sechs Monate trainiert hatte: «Niemand versteht, weshalb sie ihn gebracht haben, der Typ ist nicht mal ein Trainer. Dass ein Club wie Manchester United einen Sportdirektor einstellte, überraschte nicht nur mich, sondern die ganze Welt.» Es sei eine lächerliche Entscheidung gewesen.

Er habe ihn respektiert und wie alle anderen Trainer auch als «Boss» bezeichnet. «Doch tief in mir drin sah ich ihn nie als Boss, da ich in einigen Punkten nie einverstanden war.»

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Ronaldo und Wayne Rooney spielten lange bei Manchester United zusammen. - Keystone

Ronaldo äussert sich auch zur Kritik an seiner Person und hat eine klare Meinung: «Die Medien wollen mich auf die Titelseite bringen, weil sie so mehr verkaufen. Den Grund für die Kritik von Ex-Teamkollege Wayne Rooney glaubt Ronaldo auch zu kennen: «Wahrscheinlich ist es Eifersucht, da er seine Karriere beendet hat, ich aber nicht auf hohem Niveau spiele.»

Das Interview scheint das endgültige Aus von Ronaldo bei Manchester United zu bedeuten. Zuerst steht für ihn aber die WM in Katar an. Doch auch in der portugiesischen Kabine scheinen die harschen Aussagen für Unmut zu sorgen. Die Begrüssung mit Bruno Fernandes, der auch bei den Red Devils spielt, fiel sehr kalt aus.

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