Log Prinz Harry vor Gericht?

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Grossbritannien,

Prinz Harry sagte vor Gericht, er sei mit keinem Journalisten befreundet. Eine Reporterin behauptet das Gegenteil: Sie hätten gemeinsam gefeiert.

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Prinz Harry kämpft vor Gericht gegen einen grossen Zeitungsverlag. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Journalistin sagt vor Gericht, sie sei mit Prinz Harry befreundet gewesen.
  • Er habe ihr eine Freundschaftsanfrage geschickt und sie hätten gemeinsam gefeiert.
  • Vor einigen Wochen sagte Harry aber, er sei mit keinen Journalisten befreundet – log er?

Prinz Harry (41) macht den «Associated Newspapers», zu denen die «DailyMail» und «Mail on Sunday» gehören, schwere Vorwürfe. Er wirft dem Unternehmen vor, ihn durch Privatdetektive abgehört, verwanzt, verfolgt und dadurch jahrzehntelang seine Privatsphäre verletzt zu haben. Aktuell wird der Fall vor Gericht verhandelt. Und dort hat Prinz Harry möglicherweise gelogen.

So sagte er vor wenigen Wochen aus, dass er mit keinem Journalisten befreundet sei.

Jetzt aber schilderte Charlotte Griffiths, eine leitende Journalistin der «Mail on Sunday», ihre Seite. Sie sagte aus, dass sie mit Harry jahrelang engeren, persönlichen Kontakt gehabt habe. Darüber berichtet unter anderem die «Times».

Begonnen habe alles im Jahr 2011 mit einer Facebook-Freundschaftsanfrage von Harry. Der Royal habe ihr dann auch seine Handynummer gegeben. Die beiden machten auch Party zusammen.

So ging sie zu einer Party in der Wohnung des gemeinsamen Freundes Arthur, der noch nicht zu Hause war. Er habe ihr gesagt, die Party habe unter Harrys Aufsicht bereits begonnen, sie solle ihn anrufen, damit er sie reinlasse. Das habe sie dann auch getan, da Harry und die Gäste wegen der lauten Musik die Klingel nicht gehört hätten.

Interessiert dich das Leben von Prinz Harry?

Bei der Party sei Prinz Harry die ganze Nacht wach geblieben, erzählt Griffiths. Und am nächsten Tag habe er dann – ohne Schlaf – an einem Event im Zusammenhang mit der Trooping-the-Colour-Parade teilgenommen.

Die Aussage der Journalistin steht damit eindeutig im Widerspruch zu jener von Prinz Harry. Möglich ist aber, dass er die Beziehung als Bekanntschaft und nicht als Freundschaft sah. In diesem Fall wäre seine ursprüngliche Aussage keine Lüge. Ob sich der Widerspruch im Prozess negativ auswirken kann, wird sich zeigen.

Neben Prinz Harry treten weitere Persönlichkeiten, darunter Elton John, als Kläger auf. Der Royal sagte vor Gericht, die Verfolgung habe zu sehr viel Stress und Misstrauen gegenüber Freunden und Bekannten geführt.

Kommentare

User #6116 (nicht angemeldet)

Vielleicht log er nicht unbedingt bewusste. Aber bei den vielen Geschichten, die Harry schon von sich gegeben hat, weiß er vermutlich ohnehin nicht immer, was wirklich Sache ist. Und: Jahrelang ist er "durch die Gemeinde gezogen", er dabei war, mit wem er alles befreundet/bekannt war, und wem er was erzählt hat, weiß er vermutlich auch längst nicht mehr.

User #4976 (nicht angemeldet)

Ja er log.

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