Cristiano Ronaldo bald zurück? Portugal-Verband lässt die Türe offen
Portugal gewinnt ohne Cristiano Ronaldo auch das vierte Spiel in der Nations League. Gibt es für den beleidigten Altstar trotzdem einen Weg zurück ins Team?

Das Wichtigste in Kürze
- Kehrt Cristiano Ronaldo schon im November ins Portugal-Aufgebot zurück?
- Trainer Jorge Jesus stellt klar: Wenn Ronaldo nominiert werden will, ist er eine Option.
- Verbandspräsident Pedro Proenca will zwischen Altstar und Trainer vermitteln.
Die Ära von Cristiano Ronaldo im portugiesischen Nationalteam ist mit seiner vorzeitigen Abreise aus dem Team-Camp unrühmlich zu Ende gegangen. Oder etwa doch nicht? Trainer Jorge Jesus öffnete dem 41-Jährigen nach Portugals Nations-League-Sieg über Norwegen am Sonntag die Türe.
Die Seleçao qualifizierte sich mit dem 2:1 über die Wikinger in Porto vorzeitig für den Viertelfinal. Nach dem ersten Duell mit den Norwegern vor einer Woche war es zum Eklat gekommen: Ronaldo war nicht zum Einsatz gekommen und auch für das Duell mit Dänemark nicht vorgesehen. Beleidigt reiste er einfach ab.

Nun stellt Nationaltrainer Jesus dem 41-Jährigen eine Rückkehr ins Nationalteam in Aussicht: «Cris ist für mich bei der nächsten Nominierung ein Kandidat, sofern er bei Al-Nassr spielt. Wenn er zurückkehren will, dann wird er zurückkehren», so der 72-jährige Trainer.
Cristiano Ronaldo schon im November wieder mit dabei?
Unter Jesus hatte Cristiano Ronaldo im Vorjahr bei Al-Nassr seinen ersten Titel in Saudi-Arabien gewonnen. Der Altstar war wesentlich daran beteiligt, dass der Nationaltrainer-Posten an den 72-Jährigen ging. Entsprechend betont Jesus, dass es kein böses Blut zwischen ihm und Ronaldo gebe.

Vielmehr handle es sich bei der ganzen Affäre um ein leicht zu klärendes Missverständnis. Ob Ronaldo im November aber tatsächlich im Kader steht, sei allein Entscheid des Spielers. «Ich kann nicht sagen, was passieren wird – das entscheidet Cris selbst», so Jesus.
«Missverständnis mit Zeit und Ruhe klären»
Auch Verbandspräsident Pedro Proenca kündigte eine Aussprache mit dem eingeschnappten Altstar an. «Jetzt sind diese vier Spiele vorbei», blickt der Verbandsboss auf die Nations League zurück. «Da werden wir alle die Zeit und die Ruhe haben, uns hinzusetzen und dieses Missverständnis zu klären.»

Ronaldo hat für Portugal bisher 234 Länderspiele bestritten und dabei 146 Treffer erzielt. In den letzten Jahren häufte sich aber die Kritik daran, dass der alternde Ex-Weltstar immer noch Stammspieler war. Ohne den 41-Jährigen gewann Portugal alle drei Nations-League-Spiele in der letzten Woche.
















