Ronaldinho

    Ronaldinho: «Hätte nie gedacht, so etwas durchmachen zu müssen»

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    Paraguay,

    Der ehemalige brasilianische Fussball-Star Ronaldinho (40) hat sich erstmals über die Einreise mit gefälschten Pässen nach Paraguay und seine Haft geäussert.

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    Ronaldinho umringt von zahlreichen Journalisten. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit mehreren Wochen sitzt Ronaldinho in Paraguay fest.
    • Jetzt äussert sich der Brasilianer erstmals zu seiner prekären Situation.

    «Das war ein harter Schlag. Ich hätte nie gedacht, dass ich so eine Situation durchmachen würde.» Das sagte der zweimalige Weltfussballer und Weltmeister von 2002 in einem Interview der paraguayischen Tageszeitung «ABC Color».

    Am Abend des 6. März, sagte man ihm, dass er - statt wie geplant am kommenden Tag abzureisen - ins Gefängnis gehen würde.

    Ronaldinho hatte mehr als 30 Tage eingesessen. Dies wegen der falschen Dokumente, die ihm und seinem Bruder Roberto Assis nach eigenen Angaben von Geschäftspartnern geschenkt worden waren.

    Ronaldinho wollte Online-Casino eröffnen

    «Wir waren total überrascht, als wir erfuhren, dass die Dokumente nicht legal waren», sagte er. «Seitdem ist es unsere Absicht gewesen, mit der Justiz zusammenzuarbeiten, um die Fakten aufzuklären. Von diesem Moment bis heute haben wir alles erklärt, was die Justiz forderte.»

    Er sei nach Paraguay gekommen, um ein Online-Casino zu eröffnen und Werbung für seine Biografie zu machen. Der Glaube habe ihm geholfen, die schwierige Situation des Freiheitsentzugs zu überstehen. «Ich bete immer, dass die Dinge gut ausgehen und dass dies hoffentlich bald vorbei sein wird.»

    Das Erste, was er dann machen werde, sei, seiner Mutter einen grossen Kuss zu geben. Anfang April war Ronaldinho in den Hausarrest entlassen worden. Seitdem wartet in einem Hotel in Asunción das weitere Verfahren ab. Besuche dürfen er und sein Bruder, die die einzigen Gäste sind, nicht empfangen.

    In den ersten Tagen in Haft hatte er Besuch von paraguayischen Fussballstars wie Carlos Gamarra und Geschenke von Spielern bekommen. Fans kamen ins Gefängnis, um ihn zu sehen; Mitinsassen rissen sich um ihn als Mitspieler beim Fussballturnier.

    Videos von Ronaldinho beim Fussball- oder Futsal drangen nach draussen. Er sagte: «Fussball zu spielen, Autogramme, Fotos, das ist Teil meines Lebens. Ich hätte keinen Grund, das nicht zu machen, noch weniger mit Leuten, die einen ähnlich schweren Moment wie ich erlebten.»

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