EU unterzeichnet Freihandelsabkommen mit Mercosur
Nach über 25 Jahren Verhandlungen unterzeichnen Vertreter der Europäischen Union und vier südamerikanischer Ländern des Staatenbunds Mercosur ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken.

An der Vertragsunterzeichnung am Samstag in der paraguayischen Hauptstadt Asunción nehmen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratspräsident António Costa, Argentiniens Präsident Javier Milei, Paraguays Staatschef Santiago Peña und der uruguayische Präsident Yamandú Orsi teil. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wollte nicht nach Asunción reisen, aber bereits am Freitag von der Leyen in Rio de Janeiro empfangen.
Die neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern und einer gemeinsamen Wirtschaftsleitung von rund 22 Billionen US-Dollar wird eine der grössten weltweit sein. Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und dem Mercosur angekurbelt werden. Damit ist die neue Freihandelszone auch ein Zeichen gegen die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump.
Kritiker des Abkommens befürchten, dass Bauern in Europa in einen harten Preiskampf mit den besonders wettbewerbsfähigen südamerikanischen Landwirten gezwungen werden. Kurz vor der Einigung wurden deshalb Sicherheitsklauseln in das Abkommen eingearbeitet, nach denen im Fall eines starken Anstiegs der Einfuhren aus den Mercosur-Staaten oder eines übermässigen Preisverfalls rasch Gegenmassnahmen in Gang gesetzt werden können.














