FC Thun gibt 2:0-Führung in Zagreb aus der Hand – CL-Traum platzt
Dem FC Thun ist in der Qualifikation zur Champions League an Dinamo Zagreb gescheitert: In Unterzahl gibt der Schweizer Meister eine 2:0-Führung aus der Hand.

Das Wichtigste in Kürze
- Für den FC Thun ist der Traum von der Champions League dramatisch geplatzt.
- Nach 2:0-Führung verliert der Schweizer Meister bei Dinamo Zagreb noch mit 2:3.
- Spielentscheidend ist eine Rote Karte gegen Marco Bürki nach einem VAR-Eingriff.
Auf dramatische Weise ist der Thuner Traum von der Champions League am Dienstagabend geplatzt: Der Schweizer Meister unterliegt auswärts bei Dinamo Zagreb nach 2:0-Führung in der Verlängerung noch mit 2:3. Entscheidend wird ein Platzverweis gegen Marco Bürki nach VAR-Eingriff. In Unterzahl entgleitet dem FC Thun das Spiel noch.
Der Schweizer Meister legt in Zagreb gleich los wie die Feuerwehr: Mit dem ersten Angriff enteilt Reichmuth auf der linken Seite und verzögert dann mit viel Übersicht. Mit dem Zuspiel ins Zentrum findet er den mitgelaufenen Brighton Labeau. Der muss nur noch einnetzen.
00:00 / 00:00
Und der Führungstreffer bleibt keine Eintagsfliege. Dinamo Zagreb findet nicht in die Partie, der FC Thun sehr wohl. Aus Kontern werden die Berner Oberländer immer wieder gefährlich. Nach 20 Minuten verpasst Reichmuth aus der Distanz nur knapp das 2:0.
FC Thun legt den zweiten Treffer nach
Wenig später schlägt es dann aber erneut hinter Dinamo-Keeper Filipovic ein. Aus einem Freistoss flankt Fehr die Kugel ins Zentrum und findet Marco Bürki, der sich perfekt von seinem Bewacher löst. Per Kopf muss er aus kurzer Distanz nur noch einnicken – 2:0 für Thun nach 22 Minuten!
00:00 / 00:00
Es dauert bis zur Spielminute 36, ehe die Hausherren erstmals gefährlich werden. Ein Abschluss von Valincic aus guter Position geht aber knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite scheitert Reichmuth mit einem schwachen Abschluss nach einem Konter an Filipovic. Kurz vor der Pause setzt Beljo dann noch einen Kopfball-Aufsetzer über das Thuner Gehäuse.

Nach dem Seitenwechsel werden die Hausherren deutlich aktiver und kommen auch zu Chancen: Distanz-Versuche von Vidovic und Zajc werden aber von der Thuner Defensive geblockt. Doch nach einer Stunde der herbe Dämpfer: Marco Bürki sieht für ein Foul zunächst Gelb, dann schaltet sich der VAR ein – und aus Gelb wird Rot!
00:00 / 00:00
In Unterzahl entgleitet das Spiel
Mit einem Mann mehr wittern die Kroaten plötzlich Morgenluft – und laufen gegen den Thuner Defensiv-Block an. Und das wird schon nach Kürze belohnt: Nach einer Flanke von der rechten Seite steht niemand bei Dion Beljo, der per Kopf zum 1:2 trifft.

Und nur vier Minuten später schlagen die Hausherren erneut zu: Nach einem Eckball flippert die Kugel durch den Thuner Strafraum, Lukas Kacavenda kommt mit dem Kopf entscheidend an den Ball. Im langen Eck schlägt das Leder zum 2:2-Ausgleich ein.
Thun muss in Unterzahl in die Verlängerung
In den Schlussminuten macht nur noch Dinamo Zagreb das Spiel, vom Schweizer Meister kommt in Unterzahl nichts mehr. Zagreb findet aber keine Lücke mehr für den dritten Treffer – es geht also in die Verlängerung. Dort haben die Thuner Glück: Ein Distanzschuss-Treffer der Kroaten wird aberkannt, das Spiel war zuvor bereits abgepfiffen.

Aber auch Thun kommt aus Kontern noch zu Chancen: Der aufgerückte Heule verfehlt mit einem Flachschuss nur knapp das lange Eck. Der Grossteil der Verlängerung spielt sich aber rund um den Strafraum der Berner Oberländer ab.
CL-Traum platzt in der Verlängerung
Doch den Kroaten gelingt trotz zahlenmässiger und spielerischer Überlegenheit kein entscheidender dritter Treffer. Thun-Keeper Steffen verhindert den möglichen Siegtreffer nach 110 Minuten mit einer Glanztat gegen den starken Zajc.

Zwei Minuten später ist er aber machtlos: Die Kroaten kontern mit voller Wucht, Valincic marschiert alleine durch die Thuner Defensive. Er haut aus vollem Lauf in Richtung langes Eck, Steffen kann den Einschlag nicht verhindern – 3:2 für Dinamo Zagreb.
Thun kann nicht mehr reagieren, der Traum von der Königsklasse platzt für den Schweizer Meister auf dramatische Weise. Für den FC Thun geht es am Samstag gleich mit der nächsten happigen Aufgabe weiter: Am Nationalfeiertag empfängt der Meister die Young Boys zum Kantons-Derby.













