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    Pleite in Sandhausen: HSV patzt erneut im Aufstiegsrennen

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    Deutschland,

    Der Hamburger SV kassiert auf dem angestrebten Weg in Richtung Rückkehr in die Fussball-Bundesliga einen weiteren Dämpfer. Die Norddeutschen unterlagen beim abstiegsbedrohten SV Sandhausen.

    Daniel Keita Ruel (r) sorgte bei Sandhausens Sieg gegen den HSV für die Vorentscheidung. Foto: Uwe Anspach/dpa
    Daniel Keita Ruel (r) sorgte bei Sandhausens Sieg gegen den HSV für die Vorentscheidung. Foto: Uwe Anspach/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Hamburger SV droht die ersehnte Rückkehr in die Fussball-Bundesliga erneut zu verspielen.

    Das 1:2 (0:0) am Donnerstag beim bis dahin Vorletzten SV Sandhausen bedeutete das dritte sieglose Spiel und die zweite Niederlage nacheinander. Selbst die kritische Lage der Baden-Württemberger, die erst am Montag nach zweiwöchiger Quarantäne wieder ins Training eingestiegen waren, konnte der Favorit nicht zu seinen Gunsten nutzen.

    «Die Sandhäuser wollten ihr Leben auf dem Platz lassen. Die wussten, dass sie alles rausblasen müssen. Das war der Unterschied», sagte HSV-Trainer Daniel Thioune beim TV-Sender Sky. «Uns fehlt sicher die Stabilität im Kopf und auch auf dem Platz.»

    Ein Eigentor von Stephan Ambrosius (46. Minute) leitete die Hamburger Niederlage ein, Daniel Keita-Ruel (52.) legte für Sandhausen nach. Der Anschlusstreffer von Manuel Wintzheimer (76.) kam zu spät. «Wir haben die ersten 60 Minuten nicht stattgefunden, haben die Zweikämpfe nicht bestritten, die man bestreiten muss», sagte HSV-Keeper Sven Ulreich.

    Nachdem der Spitzenreiter VfL Bochum zuvor mit 2:0 beim 1. FC Heidenheim gewonnen und deren schärfster Verfolger SpVgg Greuther Fürth mit einem 3:0 bei Eintracht Braunschweig am Dienstag seine Aufgabe gelöst hatte, könnte Hamburg das Saisonziel mit vier Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz zum dritten Mal nacheinander verpassen.

    Schon in der Anfangsphase hatten die Norddeutschen gegen den heimstarken SVS grosse Probleme. Hamburg liess nicht nur viele Grundtugenden vermissen, sondern musste auch noch früh wechseln. Bakery Jatta konnte verletzungsbedingt nicht weiterspielen. Für ihn kam Amadou Onana (15.).

    Aber auch durch die Einwechslung besserte sich im Spiel der Gäste nichts. Sandhausen präsentierte sich zu keiner Zeit wie ein Abstiegskandidat. Das einzige Manko: Die Hausherren verpassten es zunächst, sich nach 6:0 Ecken und 11:2 Torschüssen in der ersten Halbzeit zu belohnen. Das änderte sich 18 Sekunden nach dem Seitenwechsel. Nach einer Flanke von Julius Biada köpfte Ambrosius den Ball ins eigene Tor, und nur sechs Minuten später erhöhte Keita-Ruel auf 2:0. «Wenn wir alle zusammen arbeiten, dann packen wir das», sagte SVS-Kapitän Dennis Diekmeier.

    Erst spät wachte der HSV dann auf. Doch mehr als der Anschlusstreffer von Wintzheimer kam dabei nicht herum. Die Hamburger beziehen nun vorübergehend ein Quartier in Herzogenaurach und gastieren am Sonntag beim SSV Jahn Regensburg (13.30 Uhr/Sky). Der Druck wird nicht geringer, im Gegenteil: Um den Aufschrei unter den Fans und die Kritik an Trainer Daniel Thioune so leise wie nur möglich zu halten, müssen dringend Punkte her. Das gilt im Endspurt auch für den SVS, der parallel gegen seinen Ex-Coach Kenan Koack und Hannover 96 einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt anstrebt.

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