Deutscher Realitystar wegen Vergewaltigung nach Dreh verurteilt
Realitystar Yasin Mohamed hat 2024 seine damalige Freundin vergewaltigt. Jetzt wurde der «Love Island VIP»-Kandidat zu über einem Jahr Haft verurteilt.

Das Wichtigste in Kürze
- Realitystar Yasin Mohamed wurde zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
- 2024 hat er seine damalige Freundin nach Dreharbeiten im Hotel vergewaltigt.
- «Es war kein harmloser Übergriff», stellt die Richterin am Mittwoch klar.
«Ich will nur Gerechtigkeit.»
Es ist dieser eine Wunsch, mit dem Sophie Imelmann (30) am Mittwoch vor dem Amtsgericht München (D) erscheint. Während der Verhandlung sitzt sie als Nebenklägerin nur wenige Meter von ihrem Ex entfernt. Sein Name? Yasin Mohamed (35).
Nach neun Stunden steht fest: Der Realitystar wird zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Denn: Mohamed hat seine damalige Freundin nach den Dreharbeiten zu «Love Island VIP» im Hotel vergewaltigt.

«Es war ein Übergriff, das wollen wir hier nicht kleinreden», zitiert die «Bild»-Zeitung die Richterin nach Imelmanns Schilderungen. Diese stellt klar: «Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung.»
Für den 35-Jährigen fällt das Urteil dennoch milder aus, hatte die Staatsanwaltschaft doch mehr als ein Jahr Haft gefordert. Bei der Strafe berücksichtigt die Richterin zwar, dass er nicht vorbestraft ist. Allerdings muss der Ex-Basketballprofi noch zusätzlich 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
Imelmann wollte keinen Sex
Doch was genau war damals passiert? Imelmann und Mohamed sollen sich im Juli 2024 nach den Dreharbeiten in Griechenland zunächst gestritten, danach im Hotel aber wieder versöhnt haben.
Sophie habe sich gegen Sex mit Yasin entschieden. Aus Angst vor Schwangerschaft und Krankheiten, wie die 30-Jährige vor Gericht erklärt.

Ihr Freund setzte seinen Willen dennoch durch. Die Staatsanwältin fordert deshalb eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten. «Entscheidend ist, dass sie keinen Geschlechtsverkehr wollte. Der Angeklagte hat den Geschlechtsverkehr dennoch zweimal ohne Kondom vollzogen», heisst es.
Abdou Gabbar, Anwalt der Nebenklägerin, unterstreicht die Begründung der Staatsanwaltschaft: «Nein heisst Nein. Nicht mehr und nicht weniger.»
«War kein harmloser Übergriff»
Anders sieht es Mohameds Verteidiger Alexander Esser. Dieser wirft Imelmann vor, sich auf Instagram «als Geschädigte eines Sexualdelikts» inszeniert zu haben. Ihre Darstellung hält Esser für unglaubwürdig. Er fordert Freispruch für den Realitystar.

Nach neun Stunden Verhandlung fällt Richterin Regina Partin schliesslich ein Urteil: «Der Angeklagte ist der Vergewaltigung schuldig. Das Gericht ist überzeugt, dass die Grenzüberschreitung stattgefunden hat. Es war kein harmloser Übergriff.»
Eine Entscheidung, auf die Imelmann gehofft hat. «Ich bin unfassbar erleichtert und am Ende meiner Kräfte», sagt sie der «Bild» nach dem Prozess. Doch rechtskräftig ist das Urteil damit noch nicht. Mohameds Verteidigung hat bereits angekündigt, Berufung einzulegen.
















