Infekt? Bayerischer Wirtschaftsminister tot – Ermittler vor Rätsel

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    Deutschland,

    Einen Anfangsverdacht auf eine Straftat gibt es laut Staatsanwaltschaft nicht. Aus Hubert Aiwangers Umfeld war zuvor von gesundheitlichen Problemen die Rede.

    Aiwanger
    Hubert Aiwanger wurde leblos in einem Berliner Hotelzimmer gefunden. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wurde mit 55 Jahren tot in Berlin aufgefunden.
    • Laut seinem Umfeld hatte Aiwanger zuvor unter einer Magen-Darm-Erkrankung gelitten.
    • Die Polizei untersucht die Todesursache, Hinweise auf eine Straftat fehlen bislang.

    Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger (†55) löst in Deutschland grosse Betroffenheit aus. Der bayerische Wirtschaftsminister wurde am frühen Mittwochabend tot in einem Berliner Hotel aufgefunden.

    Die Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission haben eine Untersuchung eingeleitet. Ziel sei es, die Todesursache zu ermitteln «sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschliessen», teilt die Berliner Polizei mit.

    Derzeit liege «noch kein Anfangsverdacht einer Straftat vor», sagte Michael Petzold, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, gegenüber «Bild».

    Aiwanger sagte Termine wegen Krankheit ab

    Aiwanger war am Mittwochabend bei der Eröffnung des Hauptstadtbüros der Freien Wähler nicht erschienen, weil es ihm gesundheitlich schlecht ging. Laut Aussagen aus seinem Umfeld litt er an einer Magen-Darm-Grippe und blieb deshalb im Hotel «Neuer Fritz» in Berlin-Mitte.

    Bereits am Morgen hatte er laut «Tagesspiegel» ein Interview aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Später war Aiwanger nicht mehr erreichbar und wurde leblos in seinem Hotelzimmer entdeckt.

    Das Hotelzimmer wurde bis in den späten Abend untersucht. In der Nacht wurde Aiwangers Leichnam in die Gerichtsmedizin gebracht.

    CSU und Freie Wähler erklärten gegenüber «Focus», derzeit werde von einer natürlichen Todesursache ausgegangen. Für eine abschliessende Bewertung sei es aber noch zu früh.

    Aiwanger war seit 2018 Bayerns Wirtschaftsminister

    Aiwanger gehörte seit 2008 dem Bayerischen Landtag an. 2018 wurden die Freien Wähler Koalitionspartner der CSU, Aiwanger übernahm das Wirtschaftsministerium und das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Auf Bundesebene gelang seiner Partei der Einzug in den Bundestag bislang nicht.

    Aiwanger hinterlässt zwei Kinder und lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen.

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