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Opferzahl bei Stadion-Panik in Malang auf 131 gestiegen

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Indonesien,

Die Zahl der Toten nach der Massenpanik in einem Fussballstadion in Indonesien ist den Behörden zufolge auf 131 gestiegen.

Indonesien
Familien-Mitglieder schauen, ob Angehörige unter den Toten nach der Massenpanik befinden. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • An einem Fussball-Spiel in Indonesien kommt es zur Massenpanik.
  • Nun teilt die Stadt Malang mit, dass die Opferzahl auf 131 gestiegen ist.

Nun sind es schon 131 Menschen, die bei einem Fussballspiel in Indonesien ums Leben gekommen sind. Dies teilte die Stadtverwaltung von Malang mit, wo sich die Tragödie am Wochenende ereignet hatte. Die Polizei sprach zunächst weiter von 125 Opfern.

Unter den Toten sind mehr als 30 Kinder und Jugendliche. Das bisher jüngste identifizierte Opfer sei ein drei oder vier Jahre altes Kleinkind, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Frauenförderung und Kinderschutz. Nach dem Erstliga-Spiel zwischen Arema FC und Persebaya FC in der Provinz Ost-Java waren am Wochenende Tausende Fans auf das Spielfeld des Kanjuruhan-Stadions gestürmt. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein und drängte die Menschen mit Schlagstöcken zurück auf die Ränge. Es kam zu einer Massenpanik, für viele gab es kein Entkommen. Die meisten Opfer starben an Sauerstoffmangel oder wurden zu Tode getrampelt. Hunderte Zuschauer wurden verletzt. Es ist eine der schlimmsten Stadion-Katastrophen in der Geschichte des Fussballs.

Polizeichef von Amt entbunden

Als erste personelle Konsequenz war am Montag der Polizeichef von Malang, Ferli Hidayat, von seinem Amt entbunden worden. Neun weitere Beamte wurden suspendiert, gegen mindestens 28 Polizeibeamte werde wegen mutmasslicher Verstösse gegen die Berufsethik ermittelt, wie der nationale Polizeisprecher Dedi Prasetyo mitteilte. Die Regierung setzte zudem ein unabhängiges Expertenteam zur Klärung der Hintergründe ein. Dieses soll untersuchen, warum die Polizei auf dem mit Menschen überfüllten Platz überhaupt Tränengas eingesetzt hat. Dies ist nach den Regeln des Weltverbands FIFA in Stadien verboten.

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