Julian Nagelsmann befürwortet den Vorschlag, dass Ex-Profis den Videoschiedsrichter unterstützen könnten.
Schiedsrichter Florian Badstübner schaut sich eine Szene im Videobeweis an.
Schiedsrichter Florian Badstübner schaut sich eine Szene im Videobeweis an. - Tom Weller/dpa/Archiv

«Grundsätzlich ist es keine schlechte Idee», sagte der Trainer des deutschen Fussball-Meisters.

«Wichtig wäre, dass der Profi dann auch unbefangen ist und nicht 15 Jahre für den Club gespielt und sein Herz noch da hat.» Es sei «immer ratsam, den Sport selbst gemacht zu haben», sagte Nagelsmann.

Am Samstag hatte wieder einmal die Rolle des Video-Assistenten in der Bundesliga für Kritik gesorgt. Beim Topspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (3:1) griff dieser nach einem elfmeterwürdigen Foul von Benjamin Pavard gegen BVB-Profi Jude Bellingham nicht ein. Beim 2:1-Sieg des 1. FC Union bei RB Leipzig meldete indes der Video-Assistent einen Tritt von Leipzigs Nordi Mukiele gegen den Berliner Niko Giesselmann, der Schiedsrichter revidierte seine Entscheidung aber nicht. Videobeweis-Projektleiter Jochen Drees erklärte in einer DFB-Mitteilung am Montag, dass in beiden Fällen falsch entschieden worden war.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hatte zuletzt den alten Vorschlag betont, dass ehemalige Profifussballer als Unterstützung eingesetzt werden könnten. «Wir als ehemalige Fussballer können das deshalb besser bewerten, weil wir selber permanent und jahrelang in diesen Situationen waren und wissen, wie es aussieht, wenn man foult oder gefoult wird. Wie man fällt, wohin sich der Ball bewegt, wenn dieses oder jenes davor passiert. Und vor allem sehen wir es schneller», schrieb Matthäus in einer Sky-Kolumne. Die Intuition von Ex-Fussballern sei in solchen Fällen eine andere.

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