Kylian Mbappé lacht einen Reporter aus, weil dieser fragt, ob man nicht mit dem Zug an nahegelegene Auswärtsspiele reisen könnte. Es hagelt Kritik.
Kylian Mbappé und PSG-Coach Christophe Galtier lachen einen Reporter wegen einer Umweltschutz-Frage aus. - Twitter
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die PSG-Stars flogen am Wochenende eine 300-Kilometer-Strecke.
  • Daraufhin bot das TGV-Unternehmen an, ihr Angebot für Mbappé und Co. anzupassen.
  • Kylian Mbappé kann darauf angesprochen aber nur lachen...

Nun rudern die PSG-Millionäre zurück! Der Trainer des französischen Fussball-Spitzenclubs, Christophe Galtier, bedauert seinen flapsigen Kommentar zum klimafreundlichen Transport des Vereins.

«Dieser Witz kam zum falschen Zeitpunkt. Es war schlechter Geschmack», sagte Galtier in einem kurzen Interview, das der Sender Canal+ Foot veröffentlichte. «Ich bereue ihn.»

Hintergrund: Am Wochenende flog das Pariser Star-Ensemble um Kylian Mbappé mit dem Privatjet zum Spiel nach Nantes. Zwischen Paris und Nantes liegen 380 Kilometer (Luftlinie 340 Kilometer). Mit dem TGV hätte man etwa zwei Stunden gebraucht, mit dem Auto knapp über 3,5.

Kylian Mbappé
Kylian Mbappé und sein Trainer lachen sich kabutt – wegen einem eigentlich ernsten Thema.
kylian mbappé
Ein Reporter will wissen, ob man nicht auch mit dem Zug statt dem Privatjet an nahegelegene Auswärtsspiele fahren kann.
Kylian Mbappé
Nach Nantes hätte man mit dem TGV zwei Stunden gehabt...

Es hagelte Kritik. Und der Chef des TGV-Unternehmens bot sogar an, man könne das Angebot den Bedürfnissen der Mannschaft anpassen.

Ein Reporter wollte vor dem Champions-League-Auftakt gegen Juventus Turin (2:1) wissen, warum man trotzdem den Privatjet nimmt. Und ob man das Angebot von TGV künftig nutzen wolle.

Die Antwort von Kylian Mbappé (23) und Christophe Galtier (56)? Der Spieler beginnt lautstark zu lachen, der Trainer grinst und schüttelt ungläubig den Kopf.

Sollten die PSG-Kicker öfter mit dem Zug an Auswärts-Spiele fahren?

Und sagt nur ironisch: «Wir haben heute Morgen mit dem Unternehmen gesprochen, das diese Reisen organisiert. Wir haben überlegt, ob wir nicht mit einem Strandsegler reisen könnten.»

Nun folgt also die Entschuldigung. Der Trainer betont sogar, dass es im Verein ein Bewusstsein für Klimafragen gebe. «Ich weiss um die Verantwortung, die wir haben.»

Ins etwa 220 Kilometer entfernte Lille sei man beispielsweise mit dem Bus gefahren. Galtier sagte, er habe nach dem Witz häufig gehört, der Club sei abgehoben. «Das ist falsch. Wir sind nicht abgehoben.»

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