Olympia 2026: Schweizer Coach attackiert US-Team nach Trump-Witz
Donald Trump macht einen Spruch über das Frauen-Hockeyteam der USA und das Männer-Team lacht. Schweiz-Coach Colin Muller findet dieses Verhalten «unwürdig».
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Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump telefoniert mit dem US-Eishockeyteam und macht einen Witz über die Frauen.
- Das Herrenteam lacht – Colin Müller sagt klar: «Das hat mich geärgert».
- Der Schweizer Bronze-Coach sagt: «Mich macht es wütend, wenn man diesen Effort belächelt.»
An Olympia 2026 räumt die USA im Eishockey voll ab: Sowohl die Männer als auch die Frauen holten Gold. Trotzdem gibt es im Nachgang Kritik – wegen eines Witzes von Präsident Donald Trump.

Dieser telefonierte nach dem historischen Final-Sieg gegen Kanada mit den US-Boys. Er lud das Team ins Weisse Haus ein und sagte: «Ich muss das Frauenteam auch einladen, das wisst ihr doch. Sonst werde ich noch meines Amtes enthoben.»
Schweiz-Coach Muller: «Macht mich wütend»
Es folgt grosses Gelächter in der US-Kabine. Das wird ihnen nun negativ ausgelegt. Colin Muller, Trainer des Schweizer-Frauenteams, sagt im «NZZ»-Interview: «Es hat mich geärgert, wie das amerikanische Männerteam mit der Frauenequipe umgegangen ist.»

Das Gelächter nach dem Spruch von Präsident Trump bezeichnet Muller als «unwürdig». Denn der Einsatz der Frauen werde viel zu oft unterschätzt. «Es macht mich wütend, wenn man diesen Effort klein redet oder belächelt», stellt Muller klar.
Er selbst hat an Olympia 2026 ebenfalls einen Erfolg gefeiert: Das Schweizer Frauen-Team holte Bronze! Trotzdem wird Colin Muller seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und den Trainerposten nach sieben Jahren abgeben.
Frauen-Team lehnt Trump-Einladung ab
Auch die Kapitänin des US-Frauen-Teams hat sich mittlerweile kritisch über die Szene der Männer geäussert. Gegenüber «ESPN» sagt Hilary Knight: «Es war ein geschmackloser Witz, der einen grossen Teil unseres Erfolgs überschattet.»

Die Einladung des US-Präsidenten hat das Frauen-Team indes abgelehnt. Offiziell «aufgrund des Zeitpunkts und zuvor vereinbarter akademischer und beruflicher Verpflichtungen».
















