Kein Handshake: Irland-Nati protestiert gegen Israel-Hymen
Nach einer turbulenten Woche gewinnt Irland in der Nations League deutlich gegen Israel. Vor dem Anpfiff setzen die Iren mehrere Zeichen des Protests.

Das Wichtigste in Kürze
- Irland besiegt Israel in der Nations League mit 3:0.
- Die Spieler tragen Trauerflor und verweigern den Handschlag.
- Goalie Gavin Bazunu verzichtete wegen des Gaza-Kriegs auf einen Einsatz.
Irland hat in der Nations League einen klaren Sieg gegen Israel eingefahren. Im ungarischen Debrecen gewinnt das Team von Heimir Hallgrimsson mit 3:0. Doch das Resultat rückt fast in den Hintergrund.
Vor dem Spiel protestieren die Iren gleich mehrfach. Sie tragen schwarze Armbinden, verweigern den üblichen Handschlag und senken während der israelischen Hymne die Köpfe.
Goalie verzichtet auf das Spiel
Die Woche vor dem Spiel ist von Diskussionen über die Lage in Gaza geprägt. Goalie Gavin Bazunu meldet sich am Samstag ab. Er begründet dies mit seiner persönlichen Überzeugung, dass das Töten unschuldiger Menschen falsch sei.

Ob überhaupt gespielt wird, entschied die Mannschaft erst nach einer vierstündigen Sitzung. Laut Verbandschef David Courell stimmt eine deutliche Mehrheit dafür. Trainer Hallgrimsson spricht von «einer der schwierigsten Wochen für mich als Trainer».
Drei Tore in elf Minuten
Auf dem Platz lässt Irland nichts anbrennen. Troy Parrott trifft in der 14. Minute zum 1:0, nur zwei Minuten später erhöht Adam Idah.
In der 25. Minute macht Jack Moylan mit seinem vierten Tor im vierten Länderspiel alles klar. Beim Jubel zieht er seine schwarze Armbinde aus, schwenkt sie Richtung israelische Fans und küsst sie.
Israel steigert sich nach der Pause etwas, bleibt aber ohne Treffer.
Für Irland ist es nach der 0:1-Niederlage gegen Kosovo der erste Sieg. Am Donnerstag wartet mit Gruppenleader Österreich die nächste Aufgabe.












