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    Weiter makellos: DFB-Frauen als Musterbeispiel

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    Deutschland,

    Die Quali ist geschafft, der ganz grosse Druck raus. In Ingolstadt will die Frauen-Nationalmannschaft trotzdem den nächsten Sieg ohne Gegentor einfahren. Von Vergleichen mit den strauchelnden Männern will Bundestrainerin Voss-Tecklenburg nichts wissen.

    Will mit einer makellosen Bilanz die EM-Qualifikation abschliessen: Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
    Will mit einer makellosen Bilanz die EM-Qualifikation abschliessen: Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Martina Voss-Tecklenburg erlebt derzeit wahrlich schönere Tage als ihr Bundestrainer-Kollege Joachim Löw.

    Während der Weltmeister-Trainer von 2014 nach dem 0:6-Debakel in Spanien um seinen Job kämpfen und seinen Kurs beim Präsidium verteidigen muss, lautet Voss-Tecklenburgs Agenda für den letzten Doppelpack 2020: Die perfekte Bilanz zu wahren und nach dem gelösten Ticket für die EM 2022 in England auch Sieg Nummer sieben und acht einzufahren. Die Bundestrainerin kündigte ein «Doppelmotto» an: Man wolle «dynamisch zu null spielen und die Spiele gewinnen.»

    Vor dem Heimspiel gegen Griechenland an diesem Freitag (16.00 Uhr/ZDF) wirkt die Frauen-Nationalmannschaft derzeit wie ein Vorzeigeteam des Deutschen Fussball-Bundes (DFB): Sechs Siege, 37:0 Tore und viele junge Talente, die auch am Freitag in Ingolstadt eingesetzt werden sollen. Voss-Tecklenburg ist mit der Situation zufrieden, will aber keine Quervergleiche. «Wir schauen auf uns. Wir haben sportliche Aufgaben zu erfüllen. Wir sind froh, dass wir spielen dürfen. Damit haben wir auch eine ganze Menge zu tun», sagte die 52-Jährige. Mit ihrem Trainerkollegen LöW sei sie in «einem regelmässigen Austausch».

    Die beiden Länderspiele am Freitag und nächsten Dienstag (18.00 Uhr) in Dublin gegen Irland könnten für eine perfekte Qualifikation für das deutsche Team sorgen. «Wir sind sehr motiviert, wenn möglich mit einer weissen Weste aus der Qualifikation zu gehen», sagte Stürmerin Turid Knaak. Die 29-Jährige wechselte in diesem Sommer zu Atlético Madrid und steht damit für einen Trend, wie deutsche Spielerinnen zu den internationalen Topclubs drängen. Den Quali-Abschluss sehe man nicht «als Härtetest», fügte Knaak an. Voss-Tecklenburg hatte bereits angekündigt, angesichts der hohen Belastung und der schon geschafften Qualifikation in beiden Partien rotieren zu wollen.

    Anders als LöW, der bei einer Weiterbeschäftigung zügig auf die EM im kommenden Sommer hinarbeiten müsste, hat Voss-Tecklenburg mehr Zeit. Wegen der Corona-Krise und der verschobenen Olympischen Spiele sind die DFB-Frauen im Sommer 2021 aussen vor, bis zur EM sind es noch gut eineinhalb Jahre. «Insgesamt geht es für mich darum, dass wir möglichst weiterkommen, in dem, was unsere Spielauffassung ist und in der Entwicklung jeder einzelnen Spielerin, weil wir dann als Team automatisch besser werden», sagte die Bundestrainerin. Einen festen Stamm mit sechs bis acht Stammspielerinnen gebe es aber bereits, fügte sie an.

    Voss-Tecklenburg ist seit November 2018 Bundestrainerin, die EM in England soll möglichst erfolgreicher enden als die WM 2019, als im Viertelfinale Schluss war. Um 2021 auch ohne grosses Turnier auf Temperatur zu bleiben, sind Tests gegen internationale Topteams geplant. Im April könnte es gegen Norwegen gehen, im Juni ist ein Trip in die USA angepeilt. Vorausgesetzt, die Corona-Situation lässt eine solche Reise im Sommer schon zu. «Jeder freut sich, wenn er sich mit den Besten der Welt messen darf», sagte die Trainerin.

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