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    DFB-Pokal – Eklat im Pokal: DFB leitet Untersuchung ein

    Das Pokal-Derby Mannheim gegen Kaiserslautern eskaliert komplett. Die Polizei schreitet mit Pferden auf dem Platz ein, mehrere Beamte werden verletzt.

    DFB-Pokal
    Der Mannheim-Block wird abgeriegelt, nachdem Chaoten versuchen, das Feld zu stürmen. - Screenshot Sky

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im DFB-Pokal eskaliert das Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern.
    • Chaoten versuchen, das Feld zu stürmen. Die Polizei reagiert und kommt mit Pferden auf den Platz.
    • 33 Einsatzkräfte werden verletzt.

    Es sind Szenen, die kein Fussball-Fan sehen will. Im DFB-Pokal sorgen Chaoten beim Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern für einen Spielunterbruch.

    Die Partie befindet sich beim Stand von 0:0 in der Nachspielzeit. Lautern-Captain Marlon Ritter (31) gerät mit mehreren Waldhof-Spielern aneinander.

    Nach der Rudelbildung fliegen Bierbecher und Regenschirme aus dem Mannheimer Block auf den Rasen. Die Lautern-Fans reagieren mit Pyroraketen aus dem Gäste-Sektor – diese fliegen auf die Haupttribüne.

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    Wüste Bilder im DFB-Pokal. Die Polizei riegelt den Mannheimer Block ab. - keystone

    Es eskaliert komplett: Mannheimer Chaoten versuchen das Feld zu stürmen. Der Schiedsrichter unterbricht die Partie, die Spieler gehen in die Garderobe. Einige Bengalos der Mannheimer verfehlen die Lautern-Spieler nur knapp.

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    Mannheimer Chaoten versuchen das Feld zu stürmen. - keystone
    Hätte die Partie abgebrochen werden sollen?

    Die Polizei reagiert, reitet sogar mit Pferden auf den Rasen und riegelt den Mannheim-Block ab. Es fliegen erneut Bengalos, einer explodiert gemäss «Bild» direkt neben einem der Tiere. Die Partie wird fortgesetzt – Kaiserslautern setzt sich in der Verlängerung 1:0 durch.

    33 Polizisten verletzt

    Nach der Partie zieht die Polizei Bilanz: 33 Einsatzkräfte wurden bei dem Einsatz von den Chaoten verletzt.

    Lob gibt es von Manuel Hagel, dem Innenminister von Baden-Württemberg: Es sei «ein Hochrisiko-Spiel mit Ansage» gewesen, die Polizei sei hochprofessionell vorbereitet gewesen.

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    Das Derby im DFB-Pokal artet aus. - keystone

    Wer den Fussball als Bühne für Gewaltexzesse missbraucht und Sicherheitskräfte verletzt, sei kein Fan, «sondern ein Krimineller». Genau so werde man die Chaoten auch behandeln, kündigt der Politiker an.

    Zudem kündigt der DFB eine umfassende Aufarbeitung an: «Der Deutsche Fussball-Bund wird die Berichte auswerten und den zuständigen Gremien zuleiten.» Für sicherheitsgefährdendes Verhalten sei im Fussball kein Platz.

    Mannheims Sport-Direktor Mathias Schober schiebt die Schuld bei «Sky» nach der Partie auf den Gegner. «Nach der Rudelbildung hier an der Ecke, auf die wir deeskalierend eingewirkt haben, sind wir hinübergegangen. Und dann sind, glaube ich, Raketen aus dem Lautern-Block in unsere Haupttribüne geschossen worden. Ich glaube, dass das der Auslöser für die Spielunterbrechung war», so der Ex-Profi.

    Mannheim-Sportdirektor schiebt Schuld auf Lautern-Profi

    Zudem sagt Schober über Lautern-Profi Ritter: «Meine Wahrnehmung war, dass es drei Gelbe Karten gab, eine davon gegen Ritter. Und als Ritter zu seiner Bank gegangen ist, hat er auf seine Art provoziert und Dampf abgelassen. Das entschuldigt nicht die Becherwürfe. Aber ich denke schon, dass das sehr provozierend war.»

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    Marlon Ritter vom 1. FC Kaiserslautern (Archivbild). - keystone

    Der «Sky»-Reporter fragt nach und weist Schober darauf hin, dass Mannheim-Fans auf den Platz marschiert seien. «Ja, das geht gar nicht», so der Sportdirektor. «Das gehört auf keinen Fall ins Stadion.»

    Um dann doch wieder gegen Lauterns Spieler zu wettern: «Aber kurz vor Ende der Partie hat der Ritter sich bei jeder Ecke Zeit gelassen und provoziert. Am Ende haben wir 1:0 verloren, aber wie von der Nummer 7 provoziert wurde, das ging auch nicht.»

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    Die Fans von Mannheim und Kaiserslautern provozieren sich im DFB-Pokal. - keystone

    Lauterns Marlon Ritter entgegnet später: «Das ist mir relativ egal. Jeder darf seine Meinung sagen. Hätten wir verloren, hätte ich vielleicht auch mehr gesagt. Von der Waldhof-Bank kamen die ein oder anderen Sprüche. Aber das ist uns egal, wir haben gewonnen, das ist, was zählt.»

    Die Resultate im DFB-Pokal:

    SV Waldhof Mannheim 0:1 n.V. Kaiserslautern

    SC St.Tönis 0:11 Frankfurt

    Preussen Münster 1:2 Karlsruher SC

    Hansa Rostock 0:4 Stuttgart

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    Kommentare

    User #3235 (nicht angemeldet)

    D‘SVP freut‘s….!

    User #3541 (nicht angemeldet)

    Die armen Pferde. Auch wenn sie angeblich "dafür ausgebildet" sind. Was für eine Zumutung für die sensiblen Tiere, diese wildgewordenen Horden von Fussball"fans".

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