Gündogan spricht über Einsamkeit und Rassismuserfahrungen

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    Deutschland,

    Der deutsche Fussball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat in einer Kolumne für die Online-Plattform «The Players' Tribune» von Einsamkeit berichtet.

    Berichtet von Einsamkeit und Rassismus: Der in der Premier League spielende Nationalspieler Ilkay Gündogan. Foto: Federico Gambarini/dpa
    Berichtet von Einsamkeit und Rassismus: Der in der Premier League spielende Nationalspieler Ilkay Gündogan. Foto: Federico Gambarini/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zwar liege das derzeit an der Corona-Pandemie und sei ein Problem, unter dem auch andere Menschen litten, so Gündogan, das Gefühl der Einsamkeit habe ihn allerdings schon während seiner gesamten Karriere begleitet.

    «Ich habe das Gefühl, dass viele Leute denken, wir Fussballer leben diese perfekten Leben, als wären wir in einer Blase des Glücks, die nie gestört wird», sagte der Profi von Manchester City. Das sei aber nicht der Fall. «Ich habe meine Eltern und meinen Bruder mehr als acht Monate nicht gesehen. Und den Rest meiner Familie mehr als ein Jahr. Meine besten Freunde sind auch weit weg.»

    Zwar liege das derzeit an der Corona-Pandemie und sei ein Problem, unter dem auch andere Menschen litten, so Gündogan, das Gefühl der Einsamkeit habe ihn allerdings schon während seiner gesamten Karriere begleitet. «So war es immer, seit ich mit 18 von zu Hause weggegangen bin», sagte der 30-Jährige. «Ich glaube, dass dieses Gefühl als Fussballer unvermeidbar ist.» Beklagen könnte er sich trotzdem nicht. «Wir sind reich und berühmt, und wir dürfen tun, was wir lieben», betonte Gündogan. «Ich würde mir nie etwas anderes wünschen.»

    In der Kolumne berichtete er auch von Rassismuserfahrungen zu Beginn seiner Zeit bei Borussia Dortmund, als er in der Stadt nach einer Wohnung gesucht habe. «Ich habe gehört, wie die Leute über mich reden. Sie haben gesagt: «Hast du seinen Namen gesehen? Gündogan. Das ist türkisch. Meinst, du der kann sich das leisten?»» Erst als er erzählt habe, er sei Profifussballer, habe sich der Tonfall geändert und er sei sehr entgegenkommend behandelt worden, erzählte Gündogan. «Und diese Menschen waren selbst Einwanderer!! Es war einfach sehr traurig.»

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