Rekord: Wiesn geht mit 7,4 Millionen Besuchern zu Ende
Das Oktoberfest 2026 geht am Sonntagabend zu Ende. 7,4 Millionen Menschen kamen nach München. So viele waren es noch nie.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Münchner Oktoberfest verzeichnet 2026 einen neuen Besucherrekord.
- Rund 7,4 Millionen Menschen strömten auf die Theresienwiese.
- 6,7 Millionen Mass Bier wurden während der Wiesn getrunken.
- Mehrere schwere Unglücke überschatteten das Volksfest.
Noch einmal Dirndl, Lederhosen und eine Mass Bier: Am Sonntagabend ist Schluss auf der Münchner Theresienwiese.
Und die Wiesn verabschiedet sich mit einem Rekord. 7,4 Millionen Menschen besuchten das Oktoberfest 2026, wie die Stadt München mitteilt.
Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2023 ist damit Geschichte. Damals waren 7,2 Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt worden.
«Damit ist die Wiesn 2026 die bislang meistbesuchte in ihrer langen Geschichte», sagt Wiesn-Chef Christian Scharpf.
6,7 Millionen Mass Bier
Bei so vielen Gästen floss auch reichlich Bier. Insgesamt wurden rund 6,7 Millionen Mass ausgeschenkt. Das sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. 2025 waren es rund 6,5 Millionen Mass gewesen.

Auch beim Essen legten die Wiesnwirte zu. Sie melden ein Plus von zwei bis drei Prozent. Vor allem das klassische Hendl sei wieder stärker gefragt gewesen.
Fast eine halbe Million Menschen besuchten zudem die Oide Wiesn, den historischen Teil des Oktoberfests.
Schwerer Unfall am letzten Wiesn-Tag
Doch die Rekord-Wiesn wurde auch von mehreren schweren Unglücken überschattet.
Noch am Sonntagmorgen kam es auf der Oidn Wiesn zu einem schweren Betriebsunfall. Ein 47-jähriger Mitarbeiter einer Schiffsschaukel wurde so schwer verletzt, dass ihn Rettungskräfte vor Ort reanimieren mussten.

Der Mann wurde anschliessend ins Spital gebracht. Wie es zum Unfall kam, wird untersucht.
Bereits am dritten Wiesn-Tag war ein 52-jähriger Sicherheitsmitarbeiter an einem Freefall-Tower ums Leben gekommen. Er war unter einer Gondel eingeklemmt worden.
Auch eine über 90-jährige Frau starb nach einem Unfall auf der Oidn Wiesn. Sie wollte ein Kutschpferd streicheln, ihr Rollstuhl verfing sich dabei im Geschirr. Die Frau stürzte und starb einige Tage später im Spital.
Für zwei Oktoberfest-Besucher endete bereits die Anreise tödlich. Ein Reisebus aus Italien verunfallte auf der Autobahn A96 bei Buchloe. Zwei Menschen starben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Die Gruppe mit auf den Philippinen geborenen und in Italien lebenden Reisenden war auf dem Weg nach München, um das Oktoberfest zu besuchen.
Wiesn sorgte auch sonst für Schlagzeilen
Dabei hatte die Wiesn bereits vor dem ersten Bier für Diskussionen gesorgt.
Sänger Jürgen Milski schimpfte zum Start über die hohen Preise. Zwischen 14,80 und 15,90 Euro kostete eine Mass Bier in diesem Jahr.
Später sorgten sieben Schankkellner für Aufsehen. Zwei von ihnen waren beim heimlichen Biertrinken während der Arbeit erwischt worden. Sie kündigten, fünf Kollegen schlossen sich aus Solidarität an.
Und auch nach Feierabend hinterliessen Wiesn-Gäste Spuren: Zwei Besucher sollen nach einer durchzechten Nacht ein Münchner Hotel unter Wasser gesetzt haben. Der Schaden wurde auf rund 200'000 Euro geschätzt.
Ärztin warnte Frauen auf der Wiesn
Deutlich ernster waren Berichte über die Sicherheit von Frauen.
Eine Münchner Ärztin warnte kurz vor dem Ende des Oktoberfests eindringlich davor, die Wiesn alleine zu verlassen. Besonders der Weg in Richtung Hauptbahnhof sei problematisch.
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Bereits im vergangenen Jahr registrierte die Polizei bei 6,5 Millionen Wiesn-Gästen 72 Sexualdelikte. Für das Oktoberfest 2026 liegt die abschliessende Bilanz noch nicht vor.
Damit endet eine Wiesn der Gegensätze: so viele Besucher wie noch nie, Millionen Mass Bier und volle Festzelte. Gleichzeitig wurde das grösste Volksfest der Welt von mehreren schweren Zwischenfällen überschattet.












