«Fire! Fire!» 17-Jähriger erlebt Camping-Inferno am Gardasee
Ein 17-jähriger Nau.ch-Leser erlebt den Grossbrand auf dem Camping Bella Italia am Gardasee aus nächster Nähe. Eine Urlauberin weckt seine Familie.
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Das Wichtigste in Kürze
- Auf dem Camping Bella Italia am Gardasee ist am frühen Sonntagmorgen ein Grossbrand ausgebrochen.
- Ein 17-jähriger Nau.ch-Leser und seine Familie waren nur wenige Reihen entfernt.
- Eine andere Urlauberin weckte die Familie kurz vor 6 Uhr mit den Worten «Fire! Fire!».
- 24 Menschen mussten nach dem Brand medizinisch versorgt werden.
Es ist noch dunkel, als ein 17-jähriger Nau.ch-Leser am Sonntagmorgen auf dem Camping Bella Italia am Gardasee plötzlich wach wird. Kurz zuvor hatte eine Frau an die Fensterscheibe des Bungalows seiner Familie geklopft.
«Fire! Fire!», habe sie gerufen.

Die Frau sei keine Angestellte des Campingplatzes und auch nicht vom Sicherheitsdienst gewesen, erzählt der Jugendliche gegenüber Nau.ch. «Es war eine normale Urlauberin.»
«Ich sah das Inferno»
Seine Eltern seien kurz vor 6 Uhr durch das Klopfen geweckt worden. Sein Vater sei daraufhin aus dem Bungalow gerannt, um den Götti der Familie im benachbarten Bungalow zu wecken.
Dadurch sei auch er wach geworden.

«Ich ging nach draussen und sah das Inferno», erzählt der 17-Jährige. Zu sehen seien dunkler Rauch und eine «extrem hohe orange Säule» gewesen.
Der Bungalow der Familie lag nur wenige Reihen von der Brandstelle entfernt. Ein Parkplatz trennte die Unterkunft von dem Bereich, in dem die Flammen wüteten.

Sein Vater, ein ehemaliger Securitas-Mitarbeiter, habe versucht zu helfen. Die Frauen und Kinder seien dagegen grösstenteils in den Bungalows geblieben, um sich vor dem Rauch zu schützen.
Plötzlich gibt es eine Explosion
Dann wird es noch dramatischer. Während der Jugendliche das Feuer beobachtet, hört er eine heftige Explosion.
«Wahrscheinlich explodierte eine Gasflasche. Die Explosion war nicht zu überhören», schildert er.
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Dass es während des Einsatzes eine Explosion gab, bestätigen auch italienische Medien. Die Löscharbeiten wurden unter anderem durch Flüssiggasflaschen und Fahrzeuge erschwert.
Die Familie des 17-Jährigen und die Familie seines Göttis hatten Glück. «Bis auf einen kleinen Schock sind wir zum Glück alle acht unversehrt geblieben», sagt er.
24 Menschen werden versorgt
Der Grossbrand brach am frühen Sonntagmorgen auf dem Camping Bella Italia in Peschiera del Garda am Südufer des Gardasees aus. Die Flammen erfassten zahlreiche Mobilheime.
Erste Behördenangaben sprachen von rund 20 betroffenen Unterkünften. Spätere Angaben des stellvertretenden Campingdirektors nannten 30 zerstörte Bungalows und sechs beschädigte Autos.
24 Menschen wurden nach Angaben der Behörden medizinisch versorgt. Eine Person erlitt schwere Verbrennungen an den Beinen. Auch eine Schweizer Familie mit drei Kindern musste in die Notaufnahme gebracht werden.
Zahlreiche Feuerwehrleute und Rettungskräfte standen im Einsatz. Vier deutsche Feuerwehrmänner, die selbst auf dem Campingplatz Ferien machten, halfen ebenfalls bei den Löscharbeiten.
Die genaue Brandursache ist noch nicht geklärt. Die Ermittlungen laufen.












