Wallis

    Nahe Zermatt: Gondel bleibt stehen – 4 Personen mit Heli evakuiert

    Simon Binz
    Simon Binz

    Oberwallis,

    Nahe Zermatt bleibt eine Luftseilbahn hoch über dem Tal stehen. Vier Personen müssen anschliessend aus luftiger Höhe per Helikopter befreit werden.

    Zermatt
    Die Sparru-Bahn ist seit 2003 in Betrieb. Am Sonntag gab es eine technische Panne. - Screenshot/Stahlseil

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Luftseilbahn St. Niklaus–Sparru blieb wegen eines technischen Alarms stehen.
    • Vier Personen werden von einem Helikopter der Air Zermatt evakuiert.
    • Einen ähnlichen Vorfall gab es in der über 20-jährigen Geschichte der Bahn noch nie.

    Eigentlich sollte die Fahrt nur wenige Minuten dauern – doch dann stand das Bähnli plötzlich still. Am Sonntagabend blieb die Luftseilbahn zwischen Sparru und St. Niklaus im Wallis mitten in der Luft hängen.

    Kurz nach 17.30 Uhr, rund 50 bis 60 Meter nach der Bergstation. Vier Personen sassen fest – hoch über dem Tal, ohne dass die Gondel sich noch einen Meter bewegte.

    Warst du schon einmal in Zermatt?

    Der Maschinist versuchte in der Folge alles, um das Bähnli wieder in Gang zu bringen. Vergeblich, wie Benno Imboden, Präsident der Genossenschaft der Sparru-Bahn, gegenüber «pomona.ch» schildert.

    «Wir haben alles gemäss Lehrbuch probiert, weshalb das Bähnli blockiert ist. Doch es liess sich vorerst nicht mehr bewegen.»

    Ein Heli der Air Zermatt rückte aus

    Statt weiter zu tüfteln, entschied man sich für die schnellste und sicherste Lösung: Ein Helikopter der Air Zermatt rückte aus und holte die vier Passagiere direkt aus der Kabine.

    Es war eine Rettung mit Aussicht, auf die wohl niemand der Betroffenen scharf war. Die leere Gondel selbst wurde anschliessend, ganz ohne Passagiere an Bord, zur Bergstation gebracht.

    Air Zermatt
    Ein Heli der Air Zermatt rückte am Sonntagabend aus und half bei der Evakuierung von vier Passagieren der Sparru-Bahn in der Nähe von Zermatt. - Keystone

    Der Kontakt mit dem Puffer dort löst technische Probleme dieser Art oft von selbst, weil dabei ein Neustart erfolgt. Erst wenn Probefahrten zeigen, dass wieder alles rundläuft, dürfen dann erneut Personen transportiert werden.

    Der erste Vorfall in der 23-jährigen Geschichte der Bahn

    Hinter der Bahn in der Nähe von Zermatt steckt eine Genossenschaft mit 55 Einheimischen. Dazu gehören acht ausgebildete Kontrolleure und ein Seilbahnfachmann, die das Bähnli stets in Schuss halten.

    Trotzdem: Einen vergleichbaren Zwischenfall gab es seit der Inbetriebnahme 2003 noch nie. In über 20 Jahren Betrieb ein echtes Novum für die kleine private Pendelbahn.

    Kommentare

    User #5165 (nicht angemeldet)

    Jah die Wartungen der Seilbahnen lassen auch nach

    User #3271 (nicht angemeldet)

    Ungeheuerlich so etwas! Und Leute mit Höhenangst...? Die haben ein Trauma fürs Leben! Seilbahnen sofort verbieten!

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