YB – Christoph Spycher: «Es ist mir sehr schwergefallen»
Gute und schlechte Nachrichten für die Fans von YB: Christoph Spycher (48) bleibt dem Verein treu, kündigt aber gleichzeitig eine Auszeit an.

Das Wichtigste in Kürze
- Christoph Spycher wechselt nicht zu Eintracht Frankfurt.
- Aber: Der Chief Sports von YB gibt sein Amt im September 2027 ab.
- Spycher bleibt dem Verein als Verwaltungsrat erhalten.
Was bereits am Mittwoch durchgesickert war, ist jetzt offiziell bestätigt: Christoph Spycher hat sich für YB und gegen Eintracht Frankfurt entschieden. Nach wochenlangem Hin und Her dürfen die Berner Fans endgültig aufatmen.
Dass sich Spycher einmal mehr für YB entscheidet, ist ein starkes Zeichen für die sportliche Zukunft des Vereins.

Aber: Der 48-Jährige kündigt im selben Atemzug seinen vorläufigen Rücktritt an. Spycher gibt sein Amt als Chief Sports voraussichtlich nächsten September ab, wie die Berner am Donnerstag mitteilen.
Der genaue Zeitpunkt hängt davon ab, wann die Nachfolge geregelt und eingearbeitet ist.
Geplant ist, dass Spycher seinen Sitz im Verwaltungsrat behält und somit dem Verein in beratender Funktion erhalten bleibt. Auch seine Aktienanteile will er behalten.
«Ist mir schwergefallen»
Den Entscheid erklärt «Wuschu» wie folgt: «Er ist mir sehr schwergefallen. Aber nach rund elf Jahren an der Spitze der sportlichen Leitung wird es ein guter Zeitpunkt sein, um loszulassen. Zumal YB strukturell sehr gut unterwegs und finanziell kerngesund ist und eine in diesem Geschäft ungewöhnliche Stabilität und Kontinuität auf strategischer und operativer Ebene aufweist.»
Er möchte nach Ablauf seiner operativen Tätigkeit bei YB eine Standortbestimmung vornehmen, um herauszufinden, wie seine berufliche Zukunft aussehen soll.

«Ich habe immer gesagt, dass ich diese Funktion bei YB nicht bis zur Pensionierung ausüben werde», so Spycher weiter. «Bei YB arbeiten auf allen Ebenen Leute mit hoher Kompetenz; aus meiner Sicht steht einem reibungslosen Übergang nichts im Weg, zumal wir die Strukturen so aufgebaut haben, dass jede und jeder ersetzbar ist.»
Spychers Rücktritt «ist keine Überraschung»
Verwaltungsratspräsident Marcel Brülhart sagt zum schmerzvollen Abgang: «Er hat Jöggi Rihs (Eigentümer, Anm.) und mich vertrauensvoll auf dem Laufenden gehalten und seit einiger Zeit durchblicken lassen, dass es in naher Zukunft zu einer Ablösung kommen könnte.»

Brülhart findet: «Es spricht für ihn, dass er die operative Führung im Sportbereich nicht kurzfristig abgibt, sondern frühzeitig das Gespräch gesucht hat und uns dadurch einen längeren Prozess ermöglicht, um die Strukturen zu überdenken und uns für die Zukunft bestmöglich aufzustellen.»
Am Sonntag geht es für YB mit dem Heimspiel gegen den FC Zürich weiter.












