EM 2024: Frust bei Sammlern – allen fehlen gleiche Bildli!

    Pascal Moser
    Pascal Moser

    Bern,

    Wenige Wochen vor der EM 2024 befindet sich auch die Schweiz wieder im Sammelfieber. Doch der Bildli-Hersteller Topps sorgt für Ärger.

    EM 2024
    Das Topps-Bild von Xherdan Shaqiri anlässlich der EM 2024. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Topps hat Panini als Bilder-Hersteller der Fussball-EM abgelöst.
    • Bei den Fans gibt es bei der Premiere bereits Ärger.
    • Offenbar bringt der Hersteller einige Sticker nur rar in den Umlauf.

    Erstmals seit einem halben Jahrhundert werden bei einer Fussball-EM keine Panini-Bilder gesammelt. Statt vom italienischen Kult-Anbieter kommen die Sticker zur EM 2024 vom US-Hersteller Topps.

    Und scheinbar gibt es bereits bei dessen Premiere ordentlich Ärger. Ein Leser von Nau.ch sagt: «Ich glaube, dass aktuell allen die gleichen Bilder noch fehlen. Es sind jeweils die Star-Spieler der grossen Länder. Das sieht man, wenn man auf Tausch-Plattformen geht.»

    Topps
    Die Sticker von Topps zur EM 2024. - keystone

    Diese Vermutung wird auf Anfrage von Nau.ch bei der Plattform «Bildertausch.ch» bestätigt. «Wir erheben auch Statistiken, die da ein klares Bild zeichnen», heisst es. «Sämtliche SP-Bilder sind heiss begehrt und es zeigt sich ziemlich deutlich, dass von diesen Bildern weniger auf den Markt gebracht wurden.»

    Sammelst du Topps-Sticker zur EM 2024?

    SP-Bilder sind eben genau die «Star Players», welche der Nau.ch-Leser erwähnt hat. Diese sind offenbar seltener als in den Jahren zuvor. Das führt dazu, dass Sammler in diesem Jahr im Schnitt mehr ausgeben müssen, um das Heft voll zubekommen.

    Laut Berechnungen von Professorin Antonietta Mira, Statistikdozentin an der Universität Lugano, müssen satte 1700 Franken bezahlt werden, um das Album zu füllen. Auf 1000 Sticker sind demnach nur gerade sieben «Star Players» zu finden.

    EM 2024
    Wer das offizielle Album zur EM 2024 vervollständigen will, muss tief in die Tasche greifen. - keystone

    Gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) könnte gar ein Verstoss gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vorliegen. Darüber müsste allerdings ein Gericht entscheiden.

    Zudem fehlen im Heftli zur EM 2024 einige grosse Namen komplett. So sucht man vergeblich nach Kylian Mbappé, Bukayo Saka oder Toni Kroos. Grund dafür ist offenbar Panini, dass die Bildrechte nicht freigegeben habe.

    Eine Anfrage von Nau.ch bei Topps blieb bislang unbeantwortet.

    Kommentare

    User #2421 (nicht angemeldet)

    Die Mannschaften, die im Heft sind, aber nicht an der Endrunde, sind die die erst Ende März in Playoffs die letzten Plätze ausgespielt haben. Zu diesem Zeitpunkt waren Heft und Bilder wohl schon gedruckt. Knappes Timing bei der Qualifikation kann man nicht dem Bilderproduzenten vorwerfen.

    User #3601 (nicht angemeldet)

    Ich sammel die Tschuttibildli vom Tschuttiheftli aus Luzern. Die sind witzig und schön. Und die Leute die diese sammeln sind coole Typen

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