Champions League: Das sind die schönsten Treffer bei PSG-Bayern
Was am Dienstagabend in der Champions League geboten wurde, war kein Fussballspiel mehr – es war eine Achterbahnfahrt mit neun Toren. Vier davon stechen heraus.
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Das Wichtigste in Kürze
- PSG schlägt Bayern in Paris 5:4 – das torreichste Halbfinal-Spiel der CL-Geschichte.
- Kvaratskhelia und Dembélé treffen je doppelt, Bayern kämpft sich von 2:5 auf 4:5 heran.
- Das Rückspiel folgt am kommenden Mittwoch in München – nichts ist entschieden.
Wer gegen Mitternacht ins Bett wollte, hatte schlicht Pech. Dieses Spiel liess einen nicht los, schenkte einem keine Atempause, keinen Moment zum Durchschnaufen. In Paris haben sich PSG und Bayern München am Dienstagabend einen Schlagabtausch geliefert, wie man ihn nur ganz selten sieht. Tor folgte auf Tor, Wende auf Wende, Kunststück auf Kunststück.
Am Ende steht ein 5:4 für die Pariser im Halbfinal-Hinspiel der Champions League . Es war das torreichste Halbfinal-Spiel in der Geschichte des Wettbewerbs. Neun Treffer in einer einzigen Partie, ausgerechnet zwischen den beiden offensivstärksten Teams der Saison. Vor dem Anpfiff lagen PSG und Bayern in der CL-Torschützenliste mit je 38 Treffern gleichauf an der Spitze. Was danach folgte, sprengte trotzdem alle Erwartungen.
Die Bayern führten in dem Spiel der Champions League früh, gerieten in Rückstand, glichen aus, lagen zur Pause hinten. Und schienen beim 2:5 schon am Boden. Doch sie kamen zurück. Vier Tore aus diesem Wahnsinns-Abend aber muss man gesehen haben.
24. Minute – 1:1, Kvaratskhelia: Der Pinsel des Georgiers
Bayern führt durch einen Kane-Penalty, PSG sucht die Antwort. Khvicha Kvaratskhelia bekommt den Ball halblinks, lässt Josip Stanišić mit einer Körpertäuschung stehen. Dann zieht er nach innen – und macht das, was Kvaratskhelia eben so gut kann wie kaum ein Zweiter.

Der Georgier malt den Ball mit dem rechten Fuss in die linke Ecke. Manuel Neuer fliegt – aber nur zur Show. Es ist Kvaratskhelias sechstes Tor in seinen letzten sechs Champions-League-Spielen. Pinsel-Kunst auf höchstem Niveau.
41. Minute – 2:2, Olise: Der Tanz vor dem Sechzehner
Bayern liegt in dem Spiel der Champions League zurück, doch dann übernimmt Michael Olise die Bühne. Der Franzose hatte den armen Nuno Mendes auf der linken PSG-Seite den ganzen Abend in den Wahnsinn getrieben.

Jetzt setzt er noch einen drauf: Trippelschritte am Strafraumrand, zwei Verteidiger werden ausgetanzt, dann ein satter Linksschuss. Matvej Safonov hat keine Chance. Ein Solo-Treffer wie gemalt – und ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub.
58. Minute – 5:2, Dembélé: Der vermeintliche K.-o.-Schlag
Es ist die Phase, in der das Spiel kippt – oder zu kippen scheint. Innerhalb von zwei Minuten machen Kvaratskhelia und Dembélé aus einem 3:2 ein 5:2. Beim fünften Tor läuft Désiré Doué auf der rechten Seite in den Strafraum und legt auf Dembélé.

Dieser stoppt, zieht nach innen und erwischt Neuer in der linken Ecke. Es ist sein zweiter Treffer, sein neunter Scorerpunkt in diesen K.-o.-Phase – und scheinbar der vorzeitige Schlusspunkt. Scheinbar.
68. Minute – 4:5, Díaz: Die Antwort, die alles offen lässt
Bayern gibt nicht auf. Drei Minuten nach dem Anschlusstreffer von Upamecano dann der Moment, der alles offenhält. Harry Kane spielt einen 50-Meter-Pass mit der Präzision eines Quarterbacks.

Luis Díaz nimmt den Ball am Strafraumrand mit dem ersten Kontakt mit und lässt mit dem zweiten Marquinhos aussteigen. Dann zirkelt er das Leder mit dem dritten ins lange Eck. Keine Chance für Safonov – ein Tor wie aus dem Lehrbuch.
Das Rückspiel der Champions League kommende Woche in München verspricht definitiv weiteres Drama.
















