Champions League: «Bei Arsenal ist der Hunger grösser»
Premier-League-Meister Arsenal fordert Titelverteidiger Paris-Saint-Germain im Final der Champions League. Wer holt den Sieg? Bei Nau.ch ist man sich uneinig.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Samstagabend (18 Uhr) steht der Final der Champions League 2025/26 an.
- Titelverteidiger Paris Saint-Germain trifft in Budapest auf Arsenal.
In Budapest trifft der französische auf den englischen Meister: Paris Saint-Germain und Arsenal kämpfen um den Triumph in der Champions League. Ab 18 Uhr wird in der Puskás Aréna um den grössten Titel im europäischen Clubfussball gespielt.
Kann der amtierende Sieger aus Paris den Titel verteidigen? Oder holen die Gunners erstmals in der Clubgeschichte den Henkelpott? Auf der Nau.ch-Redaktion gehen die Meinungen auseinander.
Mathias Kainz, Sport-Redaktor
«Geht man nach der reinen Papierform, dann ist PSG der Favorit. Aber wenn immer nur das Papier entscheiden würde, wäre der Fussball nicht so dramatisch, wie er ist.
Die einfache Wahrheit ist: Arsenal hat eine gigantische Saison hinter sich, eine mehr als zwanzigjährige Meister-Durststrecke beendet. Und auch, wenn es mit den nationalen Pokal-Wettbewerben nicht so geklappt hat: Die Gunners haben ein richtig starkes Team aufgebaut.

Es ist unmöglich, die Londoner auf einen herausragenden Unterschiedsspieler festzunageln. Egal, wen Mikel Arteta aufstellt: Es gibt immer eine ganze Handvoll Spieler auf dem Rasen, die den entscheidenden Impuls setzen können.
In dieser Hinsicht sind sich PSG und Arsenal gar nicht so unähnlich: Auch in Paris hat man nach der vergleichsweise enttäuschenden Messi-Mbappé-Neymar-Ära umdisponiert. Auch beim Titelverteidiger entscheidet eher das Kollektiv als die genialen Einzelspieler.

Am Ende werden, wie so oft im Sport, Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Ich glaube aber, dass bei Arsenal der Hunger grösser ist – und der Druck geringer. Denn PSG ist eben, auf dem Papier, der Favorit. Und das bringt Druck mit sich, den die Gunners nicht fürchten müssen.»

Ronny Reisch, Sport-Redaktor
«Trotz grossen Investitionen mussten die Scheichs von Paris Saint-Germain lange auf den Champions-League-Titel warten. Erst Star-Trainer Luis Enrique machte den Traum vom Henkelpott 2024/25 zur Realität.

Und nur ein Jahr später steht PSG vor dem nächsten Streich.
Der Glamour-Faktor von Ibrahimovic, Messi, Neymar oder Mbappé fehlt Paris mittlerweile. Dafür sind aber auch die Allüren verschwunden. So ist aus einzelnen Ausnahmekönnern eine echte Einheit geworden.
Alle arbeiten gemeinsam auf das grosse Ziel hin – den Henkelpott. Schon im letzten Jahr ist das gelungen. Dieser Erfolg stärkt den Glauben an den gemeinsamen Weg.

Das zeigte nicht zuletzt der Halbfinal eindrücklich: Gegen Bayern präsentierte sich PSG nach dem spektakulären 5:4 im Hinspiel im Rückspiel defensivstark und abgeklärt. Ob offensive Wucht oder defensive Disziplin – Enriques Team kann alles!
So ist PSG auch für den Premier-League-Meister nicht zu stoppen. Es wird zwar kein 5:0-Finalsieg wie im letzten Jahr. Aber auch 2026 wird PSG den Henkelpott in die Höhe stemmen.»
















