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Alte Probleme mit neuem Trainer: Noch kein Svensson-Effekt

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Deutschland,

Ausgerechnet beim Einstand des neuen Trainers verliert Mainz 05 zum ersten Mal in der Geschichte ein Bundesliga-Heimspiel gegen den Nachbarn Eintracht Frankfurt. Das erschwert die ohnehin schon komplizierte Rettungsmission.

Der neue Mainzer Trainer Bo Svensson (r) konnte noch keine erkennbare Wende bewirken. Foto: Torsten Silz/dpa
Der neue Mainzer Trainer Bo Svensson (r) konnte noch keine erkennbare Wende bewirken. Foto: Torsten Silz/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der neue Hoffnungsträger Bo Svensson flüchtete sich nach seiner missglückten Cheftrainer-Premiere beim FSV Mainz 05 und dem Sturz auf den letzten Tabellenplatz in Durchhalteparolen.

«Die Mannschaft lebt. Das macht Mut. Wir haben das Zeug, zurückzukommen und die Klasse zu halten», sagte Svensson nach dem ernüchternden 0:2 (0:1) im Rhein-Main-Derby der Fussball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt.

Davon war bei der ersten Liga-Heimniederlage im Duell mit dem Nachbarn allerdings ebenso wenig zu erkennen wie vom erhofften Svensson-Effekt. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Mainzer den Hessen, die sich mit dem dritten Sieg in Serie durch zwei Elfmeter-Tore von André Silva (24./72. Minute) im Kampf um die internationalen Startplätze zurückmeldeten, klar unterlegen.

«Jeder wusste, worum es geht, konnte es aber nicht auf den Platz bringen», sagte 05-Kapitän Danny Latza. Abwehrchef Alexander Hack monierte: «Uns hat der Siegeswillen gefehlt. Den müssen wir wieder zeigen, sonst wird es ganz schwer.»

Neu-Trainer Svensson, der am vergangenen Montag vom FC Liefering verpflichtet worden war, weiss um die prekäre Lage der Rheinhessen. «Es war vor dem Spiel schon nicht einfach für uns und ist nach dem Spiel nicht einfacher geworden», stellte er fest. Nur sechs Punkte aus 15 Spielen sind viel zu wenig im Kampf gegen den erstmaligen Abstieg seit 14 Jahren. Dennoch gibt sich der 41 Jahre alte Däne kämpferisch: «Es wird kein Selbstmitleid geben. Ich werde die Jungs bestärken, dass sie die Qualität haben.»

Gegen die Eintracht traten die derzeitigen Mängel einmal mehr offen zu Tage. Hinten klaffen zu viele Lücken und vorne fehlt die Kaltschnäuzigkeit. «In unserer Situation bringen die Jungs natürlich nicht viel Selbstvertrauen mit. Wir müssen inhaltlich besser werden», formulierte Svensson die vordringlichste Aufgabe.

Ähnlich sah es Sportdirektor Martin Schmidt, unter dem Svensson einst als Co-Trainer gearbeitet hatte. «Durchsetzungskraft im Strafraum, Verwerten von Grosschancen, noch mutiger sein und mehr Druck auf den Gegner aufbauen - daran werden wir arbeiten», sagte der Schweizer. Im Derby kam auch noch fehlendes Spielglück hinzu. Gleich zweimal nahm Schiedsrichter Bastian Dankert nach Videobeweis einen Strafstoss für die Mainzer zurück - beide Male allerdings zu Recht.

Svensson muss mit dem Team nun schnell die Kurve kriegen. Auf personelle Verstärkung kann er dabei kaum hoffen. «Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind durch die Corona-Pandemie überall sehr, sehr eng. Grosse Sprünge können wir uns im Winter nicht erlauben», sagte der neue Sportvorstand Christian Heidel über mögliche Transfers. Svensson hat die Rettung dennoch nicht abgeschrieben: «Es sind noch 57 Punkte zu vergeben. Wir werden alles daransetzen, davon so viele wie möglich zu bekommen.»

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