Olympia 2026: Hoher Puls – viele Stars
Das Abenteuer Olympia beginnt – und da sind die Schweizer Männer und Frauen gefordert, wenn sie am Ende gar Edelmetall in den Händen halten wollen.

Olympia 2026 treibt vielerorts den Puls in die Höhe. Die Fans können es kaum erwarten, das Turnier mit den vielen NHL-Stars zu verfolgen und sich von der Crème de la Crème des Eishockeys begeistern zu lassen. Auch für die Spieler wird es ein Höhepunkt.
Natürlich liebäugeln Patrick Fischer und sein Team mit Edelmetall. Und nach den WM-Silbermedaillen 2024 und 2025 ist es auch keine Utopie. Aber die Konkurrenz ist immens, viel grösser als an Weltmeisterschaften, schliesslich locken diese Olympischen Spiele in Mailand und Cortina die weltbesten Cracks aus der NHL über den Atlantik.
Allein schon ein Blick auf das Kader der Kanadier verspricht Festtage für Hockey-Gourmets. Team Canada reist mit 25 grossen Namen an, angeführt von den Superstars Sidney Crosby, Connor McDavid und Cale Makar. Es ist pures Talent und Kompetenz, was da auf die Gegner zukommt; für leuchtende Augen sorgen auch weitere Grössen wie Macklin Celebrini, Brad Marchand oder Nathan MacKinnon.

Die Schweizer bekommen es in der Vorrunde in Gruppe A mit den Kanadiern zu tun, zudem spielen sie zum Auftakt gegen Frankreich und zum Abschluss gegen Tschechien.
Die drei Gruppensieger und der punktbeste Gruppenzweite sind direkt für den Viertelfinal qualifiziert, die anderen acht Teams bestreiten am 17. Februar ein K.o.-Spiel, bei dem der jeweilige Sieger den Viertelfinal erreicht.
Für die Schweizer stehen vier bis sieben Spiele auf dem Programm, in denen sie sich den grossen Traum erfüllen wollen. Doch dasselbe Ziel haben auch die anderen Nationen, die mit ihren besten Kräften aus Übersee anreisen.
Mit zehn NHL-Spielern – aber ohne den WM-Topskorer
Auch das Kader von Nationalcoach Patrick Fischer hat es in sich. Bereits im vergangenen Juni hatte er die NHL-Stars Roman Josi, Jonas Siegenthaler, Nico Hischier, Kevin Fiala, Timo Meier und Nino Niederreiter gemeldet. Dazu kommen mit Akira Schmid, Janis Moser, Philipp Kurashev und Pius Suter vier weitere Spieler aus Übersee.

Zehn NHL-Spieler also, die in ihren Klubs meist auch Führungsspieler und Leistungsträger sind – das macht Hoffnung und steigert die Erwartungen. Ein Schlüsselspieler ist natürlich Captain Roman Josi, der nach seiner Erkrankung zurück ist und viel Schwung aufgenommen hat. Josi verfügt auch über den gerade an solchen Turnieren wertvollen Erfahrungsschatz, so wie beispielswese auch Nino Niederreiter und die Goalies Leonardo Genoni und Reto Berra.
Insgesamt kommen die 25 Schweizer auf 1759 Länderspieleinsätze und 13 Olympiateilnahmen. Am erfahrensten sind die beiden Torhüter Reto Berra (2014, 2022) und Leonardo Genoni (2018, 2022), die nun ihr drittes Olympiaturnier absolvieren.
Die Qual der Wahl
Nicht mit dabei sind dagegen Servette-Goalie Stéphane Charlin, Lakers-Stürmer Tyler Moy, der an der WM 2025 mit zwölf Punkten der Schweizer Topskorer gewesen war, sowie der bei Frölunda engagierte Verteidiger Dominik Egli.
«Die Entscheidung, wer es ins Olympiateam schafft, war für uns im Coaching-Staff alles andere als einfach, da wir sehr viele herausragende Spieler haben», wurde Nati- Coach Fischer in der offiziellen Mitteilung zitiert.
Er sei überzeugt, dass man einen ausgewogenen Mix gefunden und ein Team zusammengestellt habe, das Erfahrung, physische Robustheit, Intensität und Talent vereine. «Wir sind eine Einheit, die zusammenhält und mit vollem Herzblut auf ein Ziel hinarbeitet. Die Spieler kennen unsere Philosophie und unser System bis ins kleinste Detail.»
Ausgewogenes Team
Im Frauen-Aufgebot von Head Coach Colin Muller sind Captain Lara Stalder und Alina Müller die routiniertesten Kräfte. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Sotschi 2014 sowie den Spielen 2018 in Pyeongchang (5. Platz) und 2022 in Peking (4. Platz) bestreitet das Duo in Italien seine vierten Olympischen Spiele.

«Wir verfügen über ein sehr ausgewogenes Team mit viel internationaler Erfahrung und einer starken Mischung aus Routine und Dynamik. Viele Spielerinnen kennen die Anforderungen auf olympischem Niveau und wissen, was es braucht, um auf dieser Bühne zu bestehen. Unser Fokus liegt darauf, als Team geschlossen aufzutreten und in jedem Spiel unser bestes Eishockey zu zeigen», sagt Coach Muller.
Er trifft mit seinem Team der Reihe nach auf Tschechien, Kanada, die USA und Finnland. Als Weltranglisten-Fünfte sind die Schweizerinnen der Gruppe A zugeteilt und haben damit die Viertelfinal-Qualifikation bereits auf sicher. Ab der K.-o.-Phase beginnt für sie dann das Turnier im eigentlichen Sinn.

















