EHC Thun unterliegt knapp beim Tabellenführer
Der EHC Thun ging mit dem Selbstvertrauen aus drei Siegen in Serie in das Spiel beim amtierenden Meister Seewen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der EHC Thun geht im Seebner Zingel durch einen Penalty in Führung.
- Das Heimteam antwortet postwendend mit einem Doppelpack.
- Die Thuner gleichen im Mitteldrittel aus, gehen dennoch ohne Punkte nach Hause.
Drei Spiele, drei Siege. Der EHC Thun schlug zuletzt Wetzikon, Langenthal und die Pikes Oberthurgau. Dementsprechend hoch motiviert reisten die Thuner zum Tabellenführer Seewen.
Ins Line-up des EHC Thun kehrte Pascal Rossel zurück. Zum ersten Mal mit dabei war Darren Boss. Der Verteidiger läuft normalerweise für den Partnerclub EHC Visp in der Swiss League auf.
Die Berner Oberländer wussten, dass sie gegen die technisch starken Innerschweizer kein einfaches Spiel erwartet. Das Team von Coach Zahner schiesst zudem die meisten Tore und kassiert die wenigsten.
Schweingruber bringt EHC Thun in Führung
Nach zehn Minuten taucht aber eine erste Lücke in der Hintermannschaft der Innerschweizer auf. Tim Büeler verursacht einen Penalty, zudem Thuns Luc Schweingruber anläuft.
Der Verteidiger bezwingt Seewen-Goalie Christian Schön und bringt den EHC Thun in Führung. Die Hausherren reagieren gereizt auf den Rückstand und setzen zum Gegenschlag an.

Nur drei Minuten nach Schweingrubers Führungstor haben die Seebner das Spiel bereits gedreht. Auch durch Mithilfe der Thuner können Maurenbrecher und Burkhalter das Spiel früh drehen.
In der Folge zeigen die Thuner eine kämpferische Leistung und halten gegen die spielerisch starken Innerschweizer gut mit. Kurz nach Spielmitte erzielt Kelian Fiebiger auf Zuspiel von Luca Gauch und Philip Schaerz den Ausgleich.
Seewen schlägt in Überzahl zu
Die anschliessende erste Unterzahlsituation überstehen die Berner Oberländer schadlos. Die zweite Strafe rund zehn Minuten vor Ende ist dann bereits eine zu viel.
Als sich die Zwei-Minuten-Strafe gegen Rossel bereits dem Ende zuneigt, schlägt das Heimteam zu. Yannick Capaul bezwingt Thun-Torhüter Stephan Küenzi und lässt die über 600 Zuschauer im Zingel jubeln.
Die Gäste legen danach noch einmal alles in die Waagschale und sind teilweise nahe dran am Ausgleich. Eine Minute vor dem Ende verlässt Küenzi das Eis zugunsten eines sechsten Feldspielers.

Der Ausgleich will aber nicht fallen. Der EHC Seewen gewinnt eine ausgeglichene Partie und bleibt der unumstrittene Ligakrösus der MyHockey League.
Für den EHC Thun ist die knappe Niederlage kein Beinbruch. Das Team von Headcoach Steiner verbleibt auf dem 5. Rang. Am nächsten Mittwoch folgt das Heimspiel gegen den SC Lyss.













