Aus altem Schulhaus in Schwarzenburg könnte Sterbehospiz werden
Das ehemalige Schulhaus Zumholz in Schwarzenburg ist zum Verkauf ausgeschrieben, wie die Gemeinde am Mittwoch mitteilt. Bereits gibt es erste Ideen, was mit dem Gebäude passieren könnte.

Ab sofort könnten Angebote für die Übernahme im Baurecht oder Kauf abgegeben werden, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde. Im Schulhaus wird seit 2017 nicht mehr unterrichtet. Vereine nutzen die alten Schulzimmer, die ehemaligen Lehrerwohnungen werden vermietet, in der Turnhalle trainieren die Schwinger.
Wie die Zukunft des Hauses aussieht, ist noch offen. Erste Ideen gibt es bereits, wie das Regionaljournal von Radio SRF am Dienstag berichtete. Die Stiftung Nagijala möchte daraus ein Sterbehospiz für Erwachsene machen. Aktuell gibt es im Kanton Bern kein einziges, diverse Projekte laufen aber, etwa in der Stadt Bern.
Ein stationäres Hospiz nimmt erwachsene Patientinnen und Patienten in ihrer letzten Lebensphase auf, wenn eine Behandlung im Spital nicht mehr notwendig und die Betreuung zu Hause oder in einem Pflegeheim nicht möglich ist.
Viele Leute möchten Zuhause sterben, wegen der komplexen Situation oder, weil Angehörige an ihre Grenzen kommen, sei das nicht immer möglich, erklärte Nicole Gurtner von der Stiftung gegenüber dem Regionaljournal. Hier komme ein Sterbehospiz ins Spiel. Das alte Schulhaus eigne sich dafür, weil genügend Platz für Bildungsräume, Patientenzimmer und Entlastungszimmer für Angehörige vorhanden sei.
Urs Rohrbach, Grünen-Gemeindepräsident von Schwarzenburg, sagte gegenüber dem Regionaljournal, die Idee stosse im Gemeinderat auf Anklang. Er anerkenne den Bedarf nach palliativer Versorgung in der Region.
Der Gemeinderat werde die Bewerbungen nach dem Nutzungskonzept und dem Preisangebot bewerten, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Die Gemeindeversammlung werde voraussichtlich im Dezember über das geeignetste Angebot entscheiden können. Der Kaufpreis liegt bei 1,35 Millionen Franken.






