Der EHC Thun rauscht in den Playoff-Halbfinal
Mit einer 2:0-Führung im Rücken ging der EHC Thun in Spiel drei des Playoff-Viertelfinals. Ein Sieg fehlte den Berner Oberländern noch für den Halbfinal-Einzug.

Das Wichtigste in Kürze
- Der EHC Thun macht am Donnerstag den Sack zu und zieht in den Halbfinal ein.
- Im Halbfinal treffen die Thuner entweder auf Huttwil oder auf Frauenfeld.
- Die Serie beginnt am Samstag, 7. März.
Nach der hervorragenden Leistung und dem Sieg am Dienstag in Dübendorf, folgte das nächste Heimspiel. Die Thuner empfingen am Donnerstagabend den EHC Dübendorf zu Spiel drei im Grabengut.
Der EHC Thun hatte dabei den ersten Matchpuck. Ein Sieg wäre gleichbedeutend mit dem Einzug in den Playoff-Halbfinal. Auf der anderen Seite hatten die Gäste das Messer am Hals. Mit einer weiteren Niederlage wäre die Saison für die Zürcher bereits zu Ende.
EHC Thun ohne Rossel
Das Heimteam musste am Donnerstag auf Pascal Rossel verzichten. Der Routinier wurde nachträglich für einen Check gegen den Kopf gesperrt. Rossel checkte drei Minuten vor Ende von Spiel zwei Dübendorf-Verteidiger Spillmann.

Die Schiedsrichter betrachteten die Szene als fairen Check. Nachträglich schaltete sich dann aber der «Player Safety Officer». Im ordentlichen Verfahren sprach der Einzelrichter eine Sperre von zwei Spielen aus.
Rossel fehlte den Thunern also am Donnerstag ein erstes Mal. Im Gegenzug kehrte Nicola Christen ins Line-up zurück. Der Quali-Topscorer ist nach seiner Verletzung Anfang Januar wieder fit.
Dübendorfer Verspätung und Blitzstart
Die Partie beginnt mit 20 Minuten Verspätung. Der Car der Gäste steckte im Stau auf der Autobahn A1 fest. Die Komplikationen auf der Anreise setzt den Zürchern zu Beginn nicht zu. Im Gegenteil!
Nach nur 50 Sekunden düpiert Topscorer-Allevi Thun-Goalie Graf. Die Gäste erzielen den wichtigen Führungstreffer. Gleich danach dürfen die Thuner im Powerplay ran.
Kelian Fiebiger scheitert freistehend im Slot an Dübendorf-Torhüter Messerli. Die Berner Oberländer wirken im ersten Drittel noch ein wenig gehemmt. Das Spielgeschehen reissen sie trotzdem an sich.

Verteidiger Schweingruber schaltet sich in die Offensive ein. Nach einem Doppelpass mit Rückkehrer Christen bezwingt er Messerli beinahe zwischen den Schonern. Im Gegenzug scheitert Steiner aus spitzem Winkel an Graf.
24 Sekunden vor der ersten Pause bricht dann der Bann für den EHC Thun. Mit dem 14. Schuss in diesem Drittel trifft Kelian Fiebiger zum Ausgleich. Vor dem Tor sorgen Gauch und Dey für reichlich Verkehr und nehmen Messerli die Sicht.
Thun dominiert das Mitteldrittel und zieht davon
Der Ausgleichstreffer gibt den Thunern Aufwind fürs Mitteldrittel. Von nun an spielen eigentlich nur noch die Hausherren. Zwei Minuten nach Wiederanspiel geht der EHC Thun bereits in Führung.
Erneut ist Fiebiger zuständig für das Tor. Der Stürmer schiebt einen Rebound von Messerli ins Tor. Vier Minuten später steht es sogar bereits 3:1.
In Überzahl packt Verteidiger Darren Boss den Hammer aus. Sein Geschoss rauscht an Messerli vorbei ins Netz.

Kurz nach Spielmitte hält der Dübendorf-Goalie sein Team dann im Spiel. Als Nicola Christen allein auf ihn zuläuft, pariert Messerli stark. Eine Zeigerumdrehung später ist der Goalie aber bereits wieder machtlos.
Der EHC Thun drückt im Powerplay auf das vierte Tor. Die Hand des Schiedsrichters geht nach oben, eine Strafe gegen Dübendorf ist angezeigt. Davon unbeirrt spielen sich die Berner Oberländer in den Slot. Christen bedient Bärtschi, der eiskalt trifft.
Noch vor Drittelsende müssten die Thuner gar noch das fünfte Tor erzielen. Topscorer Schaerz scheitert jedoch im Alleingang an Messerli. Mit der 4:1-Führung geht es zum zweiten Pausentee.
Kurzes Aufflackern der Gäste
Die rund 700 Zuschauer im Grabengut fragen sich, was die Zürcher noch aus dem Hut zaubern wollen. Gerade einmal elf Schüsse brachten die Gäste bislang auf das Tor von Gian Graf.
Aber siehe da, nach fünf Minuten im Schlussdrittel sitzt ein Thuner auf der Strafbank. Die Dübendorfer packen die Chance beim Schopf und verkürzen. Captain Hardmeier trifft nach Vorlage von Fabian Ganz und Lukas Schläppi.
Das Aufflackern der Zürcher hält aber keine zwei Minuten an. Thun-Topscorer Schaerz veredelt seine hervorragenden Leistungen in dieser Serie mit dem 5:2. Das Spiel ist entschieden, der Mist ist geführt!

Drei Minuten vor Schluss versucht es Dübendorf mit dem Mute der Verzweiflung. Goalie Messerli weicht dem sechsten Feldspieler. Stefan Spinell trifft 30 Sekunden später ins leere Tor und besorgt den 6:2-Endstand.
Die Thuner gewinnen auch Spiel Nummer drei des Playoff-Viertelfinal verdient. Mit einem «Sweep» ziehen die Kyburgstädter in den Halbfinal ein. In Sachen Laufstärke und Geradlinigkeit haben die Thuner den Zürchern eine Lektion erteilt.
Huttwil oder Frauenfeld?
Die Mannschaft darf die Beine nun ein paar Tage hochlagern, bevor die Vorbereitung auf den Halbfinal beginnt. In diesem wird Meister Seewen auf Langenthal treffen. Der EHC Thun spielt entweder gegen Frauenfeld oder gegen Huttwil.
Letztere liegen in der Serie derzeit mit 2:1 vorne. Egal, welcher Gegner es sein wird: Die Thuner werden sich auf keinen Fall verstecken müssen. Der Halbfinal beginnt am Samstag, 7. März.













