Einige Wochen sind nach dem Impfpass-Skandal um Markus Anfang ins Land gezogen. Nun hat der Ex-Trainer von Werder Bremen den gefälschten Impfpass eingeräumt.
Hat die Fälschung seines Impfpasses zugegeben: Ex-Werder-Coach Markus Anfang. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Hat die Fälschung seines Impfpasses zugegeben: Ex-Werder-Coach Markus Anfang. Foto: Carmen Jaspersen/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Markus Anfang (47) hat die Fälschung seines Impfpasses gestanden.
  • Der Ex-Trainer von Werder Bremen könnte so um eine Gerichtsverhandlung kommen.
  • Vermutlich kommt der 47-Jährige mit einer Geldstrafe davon.

Bremens Ex-Trainer Markus Anfang hat das Fälschen seines Impfzertifikats zugegeben. «Der Anwalt hat sich zu dem Vorwurf geäussert und den Tatvorwurf eingeräumt», sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade.

Anfang war Ende November wenige Stunden vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 als Trainer von Werder Bremen zurückgetreten. Zuvor waren die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen eines gefälschten Impfpasses bekannt geworden.

Zunehmender Druck als Ungeimpfter

Die Staatsanwaltschaft äusserte sich nicht konkret dazu, wie genau Anfang seinen Impfpass schlussendlich gefälscht hat. «Er hat eine Erklärung zur Herkunft abgegeben», sagte Passade gegenüber der «Bild».

Nach Informationen des Portals «Deichstube» soll der 47-Jährige den Tatvorwurf bereits im Dezember gegenüber der Staatsanwaltschaft gestanden haben. Als Grund soll er den Druck angegeben haben, der als ungeimpfte Person immer grösser geworden sei.

Denkbar wäre nun juristisch eine Entscheidung auf dem so genannten Strafbefehlswege. «Das ist noch hypothetisch, aber liegt sehr nahe», sagte Passade. Dabei würde die Staatsanwaltschaft dem Gericht eine Geldstrafe vorschlagen.

Anfang sollte Werder Bremen wieder aufbauen

Nach Anfangs Geständnis spricht vieles dafür, dass der Ex-Trainer eine Geldstrafe zahlen muss und es nicht zu einer Hauptverhandlung kommt. Anfang dürfte ein grosses Interesse daran haben, auf eine Gerichtsverhandlung mit viel Medieninteresse zu verzichten.

Der ehemalige Trainer von Holstein Kiel, dem 1. FC Köln und Darmstadt 98 war erst im Sommer aus Darmstadt an die Weser gekommen. Er sollte bei den Grün-Weissen nach dem ersten Abstieg seit 41 Jahren den Wiederaufbau starten.

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