Rudern zu Meistertiteln: Schmidt seit elf Jahren im Deutschland-8er

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Österreich,

Rudern: Olympiasieger, Welt- und Europameister in einem. Kein aktueller deutscher Ruderer sammelte so viele Titel wie Richard Schmidt.

Rudern WM Richard Schmidt
Der deutsche Achter mit Richard Schmidt. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Richard Schmidt hat so viele Titel gesammelt wie kein anderer.
  • Der Showdown der Ruder-WM in Ottensheim steht an.

Seine Titelsammlung ist schon jetzt imposant, doch sein Ehrgeiz weiterhin ungebrochen. Auch vor dem Showdown der Ruder-WM am Sonntag in Ottensheim verspürt Richard Schmidt den altbekannten Nervenkitzel.

Rudern «wird brutal»

Daran kann auch die grosse Routine nichts ändern, die er sich in den vergangenen elf Jahren im Deutschland-Achter angeeignet hat. «Das wird ein brutales und enges Rennen. Wir müssen unser Ding abfackeln und dürfen uns nicht nervös machen lassen.»

Das sagte der dienstälteste Ruderer im DRV-Paradeboot mit Blick auf das Finale (14.12 Uhr). Und auf den von vielen Experten erwarteten Zweikampf mit dem Erzrivalen aus Grossbritannien.

Grosses Selbstvertrauen im Rudern

Es spricht für das grosse Selbstvertrauen der Crew, dass sie sich selbst zuletzt als «FC Bayern des Ruderns» bezeichnete. Diesen Vergleich hält Schmidt für naheliegend: «Wenn die Münchner nicht deutscher Meister werden, ist es eine schwache Saison. Bei uns ist es ähnlich.

Wenn wir nicht Europa- und Weltmeister werden, wird nicht mehr über uns geredet.» Mit dieser grossen öffentliche Erwartungshaltung kann er gut leben: «Der Mythos ist, dass der Deutschland-Achter vorne ist. Den haben wir uns über Jahrzehnte selbst aufgebaut.»

Zur jüngsten Erfolgsstory 32-Jährige als fünfmaliger Weltmeister, achtmaliger Europameister und Olympiasieger von London 2012 in tragender Rolle beigetragen. Aus seinem Stolz über seine Zeit im Paradeboot macht Schmidt keinen Hehl: «Wir waren immer vorne, immer Erster oder Zweiter. So etwas gab es in der ganzen Achter-Historie eigentlich nie.»

«Bei uns gibt es keine Platzhirsche»

Uwe Bender hält grosse Stücke auf den Dauerbrenner. Nicht nur wegen dessen grosser Kraft: «Sein unglaublicher Ehrgeiz treibt ihn an, immer der Beste sein zu wollen. Richard ist eine Leitfigur, ein Vorbild.»

Doch bei aller Wertschätzung seines Trainers wird Schmidt bei der Zusammenstellung des Achters für das kommende Olympia-Jahr keine Privilegien geniessen. Jahr für Jahr muss das hohe Leistungsvermögen aufs Neue nachgewiesen werden. Ob auf dem Ergometer oder im berüchtigten Zweier-Test im Frühjahr.

«Bei uns gibt es keine Platzhirsche», sagte Schmidt. Vor dem jungen Vater und Wirtschaftsingenieur liegt deshalb ein weiteres entbehrungsreiches Jahr mit viel Training und wenig Freizeit.

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