Gaby Papenburg hat sich für ein «gemischtes Doppel» an der Spitze des Deutschen Fussball-Bunds ausgesprochen.
Mitgründerin der Frauen-Initiative «Fussball kann mehr»: Gaby Papenburg. Foto: Michael Hundt/dpa
Mitgründerin der Frauen-Initiative «Fussball kann mehr»: Gaby Papenburg. Foto: Michael Hundt/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Es gibt so viele gravierende Probleme, die der Verband in Zukunft zu bewältigen hat - diese Last wäre an der Spitze doch auf zwei Schultern viel besser verteilt, als nur auf einer», sagte die TV-Moderatorin.

Die Mitgründerin der Frauen-Initiative «Fussball kann mehr» glaubt allerdings nicht daran, dass noch eine Kandidatin vorgeschlagen werde. «Dafür sind die Beharrungskräfte beim DFB einfach zu stark. Aber eine Doppelspitze wäre doch genau das, was dem DFB im Moment sehr guttun würde», sagte Papenburg in einem «Sportschau»-Interview.

«Es gibt so viele gravierende Probleme, die der Verband in Zukunft zu bewältigen hat - diese Last wäre an der Spitze doch auf zwei Schultern viel besser verteilt, als nur auf einer», sagte die TV-Moderatorin. «Und hier ein gemischtes Doppel zu haben - das wäre total passend.»

Als Kandidaten für das Präsidentenamt beim DFB sind Peter Peters und Bernd Neuendorf vorgeschlagen worden. Gewählt wird beim Bundestag am 11. März 2022 in Frankfurt am Main. Eine Doppelspitze lehnen die Amateurvertreter ab.

Papenburg kritisierte die «verkrusteten Systeme» beim DFB. Dies zeige sich auch daran, dass die Regionalverbände ihre Vertreter ins Rennen schicken und die Basis bei der Kandidaten-Auswahl praktisch kein Gehör finde. «Diese Leute wurden irgendwann einmal gewählt. Mit diesem Mandat verlassen sie aber sozusagen die Basis und fragen dort nicht mehr nach», sagte Papenburg. «In Sachen künftiger DFB-Präsident würde es dem deutschen Fussball aktuell sehr gut tun, wenn er mal wirklich die Meinung der Basis einholen würde.»

Ihre Initiative beobachte «sehr genau, was im Moment gerade beim DFB passiert», sagte Papenburg. Im Dezember werde es «ein neues Papier von uns geben, in dem wir unsere Gespräche mit den Verbänden und Vereinen auswerten und einen möglichen zukünftigen Weg aufzeigen», kündigte sie an.

Mehr zum Thema:

Bundestag DFB