Olympia-Macher verbieten nach Kritik Alkohol bei Spielen

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Japan,

Japans Olympia-Macher haben nach Kritik Pläne, Alkohol in den Arenen während der Sommerspiele zu erlauben, verworfen.

Japans Organisationschefin Seiko Hashimoto hofft auf eine reibungslose Olympia-Eröffnung. Foto: Rodrigo Reyes Marin/Pool ZUMA/AP/dpa
Japans Organisationschefin Seiko Hashimoto hofft auf eine reibungslose Olympia-Eröffnung. Foto: Rodrigo Reyes Marin/Pool ZUMA/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den anstehenden Olympischen Spielen gelten strenge Regeln.
  • Wie die Organisatoren bekanntgaben, wird Alkohol untersagt.

Japanischen Medienberichten zufolge hatten die Veranstalter auf Druck des Brauereikonzerns Asahi, ein wichtiger Sponsor der Spiele, überlegt, den Zuschauern das Trinken von Alkohol innerhalb der Wettkampfstätten zu erlauben. Asahi habe das Verbot akzeptiert, erklärte nun Olympia-Organisationschefin Seiko Hashimoto einen Monat vor der geplanten Eröffnung der Spiele am 23. Juli. Auch dürfen Fans ausdrücklich keinen eigenen Alkohol mit in die Arenen bringen.

Die ursprünglichen Pläne waren auf Kritik gestossen. Die Bürger in Tokio sind auch nach Aufhebung des Corona-Notstands zum Wochenbeginn weiterhin Restriktionen in Bezug auf den Konsum von Alkohol unterworfen. Sie dürfen mit höchstens einer weiteren Person in Restaurants oder Bars trinken und auch nur bis 19.00 Uhr. «Sind die Olympischen Spiele eine Ausnahme, nachdem die Restaurantbetreiber so lange mit Anti-Infektionsmassnahmen belastet wurden?», war Haruo Ozaki von der Tokyo Medical Association kürzlich zitiert worden. Er hatte die Organisatoren aufgefordert, Alkohol bei Olympia nicht zuzulassen.

Strenge Regeln

Auch für die Athleten im Olympischen Dorf gelten strenge Regeln. Sie dürfen Alkohol lediglich privat auf ihren Zimmern trinken. Auch werden sie die bei Olympia traditionell üblichen Kondome nicht während der Spiele erhalten, sondern erst bei ihrer Abreise aus Japan. Es gehe in erster Linie darum, dass die Spiele sicher sind, dafür trage man die Verantwortung, sagte Hashimoto. Zu diesem Zweck werden bei den Spielen strenge Verhaltens- und Hygieneregeln gelten, wie es sie noch bei keinem olympischen Turnier zuvor gegeben hat.

Dennoch bestehen in der Bevölkerung und bei Experten grosse Sorgen, dass sich das Virus mit seinen Varianten wie Delta ausbreiten könnte. Trotzdem haben Japans Olympia-Verantwortliche bis zu 10.000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen im Sommer erlaubt. Maximal darf aber nur die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden. Der vom IOC unterstützte Beschluss steht aber unter Vorbehalt. Sollte sich die Infektionslage verschlechtern und erneut ein Notstand ausgerufen werden müssen, könnten Zuschauer doch noch ausgesperrt werden. Ausländischen Fans bleibt die Einreise verwehrt.

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