Vater

    Kind in Bahrain bittet Hamilton um Hilfe für Vater in Todeszelle

    Ein Kind aus dem Königreich Bahrain, dessen Vater die Todesstrafe droht, hat sich in einem Brief an den Formel-1-Piloten Lewis Hamilton gewandt.

    Lewis Hamilton
    Lewis Hamilton beim GP in Bahrain. - EPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Kind aus Bahrain wendet sich mit einem Brief an Lewis Hamilton.
    • Dem Vater des Elfjährigen droht die Todesstrafe.

    Der elfjährige Ahmed Ramadhan malte ein Bild vom Rennwagen des Mercedes-Fahrers und schrieb darunter: «Lewis, bitte rette meinen Vater». Der siebenfache Weltmeister Hamilton, der im vergangenen Monat den Grossen Preis von Bahrain gewonnen hatte, bestätigte den Erhalt der Nachricht am Samstag.

    «Ich denke, das Traurigste für mich war, dass es einen jungen Mann in der Todeszelle gibt, dessen Schicksal unklar ist. Dass sein Sohn mir einen Brief geschrieben hat, hat mich wirklich sehr getroffen», sagte Hamilton vor dem letzten Rennen der Saison beim Grossen Preis von Abu Dhabi am Sonntag.

    CORRECTION Hamilton Human Rights
    Der 11-jährige Ahmed bittet Lewis Hamilton um Hilfe. - AP Photo

    Er habe gehofft, das Thema bei einem Treffen mit Bahrains Kronprinz Salman bin Hamad al Chalifa ansprechen zu können, fügte Hamilton hinzu. Aufgrund seiner Infektion mit dem Coronavirus habe das Treffen jedoch ausfallen müssen. «Ich war die meiste Zeit der Woche bettlägerig», sagte der Formel-1-Star.

    Dennoch werde er sich um Hilfe für den Vater des Kindes bemühen: «Ich denke, es gibt definitiv Arbeit im Hintergrund zu tun, und ich werde das definitiv nicht unbeachtet lassen», versprach Hamilton.

    Das in London ansässige Bahrainische Institut für Rechte und Demokratie (Bird) zitierte den Elfjährigen mit den Worten: «Als ich das Auto gezeichnet habe, habe ich die Hoffnung gespürt, dass es das Leben meines Vaters retten könnte».

    Vater soll 2011 Mord begangen haben

    Bahrains Oberstes Gericht hatte im Juli das Todesurteil gegen Mohammed Ramadhan bestätigt, dem der Mord an einem Polizisten bei einem Bombenanschlag vorgeworfen wurde.

    Der Vorfall ereignete sich offenbar 2011 im Rahmen von Massenprotesten gegen das Königshaus. Ramadhan ist Anhänger der schiitischen Glaubensgruppe in dem sunnitisch regierten Land.

    Kritiker werfen der Justiz in dem Königreich vor, dass das Urteil auf Geständnissen beruhe, die durch Folter erzwungen worden seien. Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete das Urteil als «grob unfair».

    Das Königreich Bahrain wies die Vorwürfe der Menschenrechtsverletzungen zurück und bestritt, schiitische Bürger zu diskriminieren.

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