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Vater zwang Britney Spears zu Fantreffen – trotz Panik

Luca Micheli
Luca Micheli

USA,

Britney Spears begeisterte Millionen – doch hinter der Bühne litt sie. Nun spricht sie über die dunklen Seiten ihrer Vormundschaft.

Britney Spears
Britney Spears stand 13 Jahre lang unter einer Vormundschaft, die ihr Vater Jamie massgeblich kontrollierte. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Britney Spears berichtet von Angst und Panik bei Begegnungen mit grösseren Menschenmengen.
  • Während der Vormundschaft fühlte sie sich laut eigener Aussage «wie ein Roboter».
  • Bereits kleinere Fantreffen lösten bei der Sängerin Asthma und Zittern aus.

Einst performte sie vor Millionen von Menschen. Stets professionell, stets gut gelaunt – so nahm das Publikum Britney Spears (44) bei ihren Auftritten wahr. Doch hinter der Fassade des gefeierten Popstars steckte eine junge Frau, die eine dunkle Phase ihres Lebens durchstehen musste: Die Vormundschaft durch ihren Vater Jamie Spears (74).

In zwei bewegenden Instagram-Beiträgen offenbart die Sängerin, wie sehr ihr Leiden ihren Alltag bestimmte. «Ich habe das Gefühl, dass die Leute bis heute nicht begreifen, welchen echten Schaden die Vormundschaft an meinem Herzen und meiner Seele angerichtet hat», erklärt die «Toxic»-Interpretin.

Britney Spears
Britney Spears schreibt auf Instagram über schwere Phasen ihrer Karriere. - keystone

Über viele Jahre sei sie von Angst geprägt gewesen, doch die Öffentlichkeit sollte davon nichts mitbekommen. Spears verrät: «Es ist schon bizarr. Ich war extrem schüchtern, konnte auf der Bühne aber jemand ganz anderes sein.»

Britney Spears zitterte wegen Fantreffen

Das Unwohlsein bei der Begegnung mit grösseren Gruppen von Menschen machte sich auch abseits der Bühne bemerkbar.

Spears erinnert sich an Fantreffen, zu denen sie offenbar von ihrem Vater gezwungen wurde. «Mein Vater liess mich in dieser Zeit, glaube ich, 70 Leute treffen. Ich verlor die Sensibilität meiner Seele. Und es tat buchstäblich weh. Ich fühlte mich wie ein Roboter.»

Britney Spears
Britney Spears bei einem Auftritt im Finale der MTV Video Music Awards im September 2001 in New York. - keystone

Bereits kleinere Ansammlungen von Menschen setzten Britney unter Druck: «Ich bekam Asthma und fing an zu zittern, wenn ich bei einem ‹Meet and Greet› mehr als zehn Leute treffen musste.»

Hörst du die Musik von Britney Spears?

Mit der Geburt ihrer Söhne Sean Preston (2005) und Jayden James (2006) spitzte sich die Lage offenbar zu. Ihr damaliges Leben zwischen Jubelschreien, Fantreffen und Autogrammkarten beschreibt sie als «völlig ausgereiztes Spiel».

Spears: «Ich kam mir albern vor und schämte mich. Ich glaube, in jüngeren Jahren fällt es einem leichter, sich auf so etwas einzulassen.»

«Wurde viel zu lange gezwungen»

Auch äusserlich verkörperte die Pop-Ikone nicht immer das, was sie gerade wirklich fühlte. «Das passt überhaupt nicht zu dir», lauteten offenbar die Worte einer Freundin, als sie Spears auf einen BH angesprochen hatte, den sie auf der Bühne trug.

Die Worte ihrer Freundin liessen Spears offenbar darüber nachdenken, ob sie sich mit dem Look überhaupt identifizieren konnte.

Britney Spears
Freizügige Outfits wie dieses gehörten früher zum Image des Popstars. - keystone

Was bleibt, ist eine ernüchternde Bilanz dessen, welche Spuren diese Zeit bei der Sängerin hinterliess: «Ich kann kaum glauben, dass ich früher vor so vielen Menschen auftreten konnte. Wahnsinn. Ich bin sehr sensibel und stolz auf mich, dass ich dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben habe – denn viel zu lange wurde ich dazu gezwungen.»

Ihr Fazit fällt deutlich aus. «Gott sei Dank ist das vorbei», schreibt Spears abschliessend zu ihrem Beitrag.

Vormundschaft endete 2021

Nachdem ihre psychischen Probleme an die Öffentlichkeit gelangt waren, ordnete das Gericht im Februar 2008 eine Vormundschaft über Spears an.

Ihr Vater Jamie übte Kontrolle über finanzielle und berufliche Angelegenheiten sowie über persönliche Freiheiten der Sängerin aus. Dies begründete er immer wieder mit seiner Sorge um ihr Wohlergehen.

Britney Spears selbst jedoch prangerte das Verhalten ihres Vaters öffentlich als «missbräuchlich» an. Im November 2021 endete die Vormundschaft nach 13 Jahren. Das Verhältnis zwischen der Sängerin und ihrer Familie gilt seitdem als angespannt.

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